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Dresdner Solarwatt übernimmt Teile der insolventen Centrosolar

Solarwatt-Hauptsitz in Dresden. Foto: Solarwatt
Solarwatt-Hauptsitz in Dresden. Foto: Solarwatt

Dresden, 26. Juni 2014: Die selbst angeschlagene Dresdner Photovoltaik-Firma „Solarwatt“ übernimmt Teile der insolventen Centrosolar-Gruppe. Wie Solarwatt mitteilte, wird sie zum 1. Juli die Centrosolar-Tochterfirmen in den Benelux-Staaten und Frankreich sowie die internationalen europäischen Markenrechte von Centrosolar.

Dresdner wollen internationaler werden

Die Dresdner erhoffen sich davon bessere internationale Vertriebsmöglichkeiten für die eigenen Solarsysteme. Bei den übernommenen Gesellschaften handelt es sich laut Solarwatt um Photovoltaik-Systemanbieter, die selbst nicht von der Pleite der Mutter betroffenen waren.

Solarwatt war selbst zeitweise in Insolvenz – drastischer Jobabbau

Solarwatt war ursprünglich ein reiner Modul-Hersteller, der wegen der Solarkrise und dem internationalen Preisdruck im August 2012 ein Insolvenzverfahren beantragte, dann aber vom BMW-Milliardär Stefan Quandt übernommen wurde. Das Unternehmen spezialisiert sich nun vor allem auf besonders hochwertige Module, Solar-Carports und Solar-Haussysteme. Hatte das Unternehmen noch vor vier Jahren über 600 feste und Leiharbeiter beschäftigt, ist die Belegschaft inzwischen auf 150 Köpfe geschrumpft. Autor: Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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