Astrophysik & RaumfahrtNews

Astronomen finden Planeten-Kinderstuben im Archiv

Die Archivaufnahme von 1990 zeigt, wie die Raumfähre "Discovery" das Hubble-Teleskop aussetzte. Foto: NASA
Die Archivaufnahme von 1990 zeigt, wie die Raumfähre „Discovery“ das Hubble-Teleskop aussetzte. Foto: NASA

Kosmische Staubscheiben auf alten Hubble-Bildern entdeckt

Baltimore, 25. April 2014: Astronomen haben im Bildarchiv des Hubble-Weltraumteleskops kosmische Staubscheiben entdeckt, aus denen höchstwahrscheinlich Planeten entstehen. Das teilte die NASA mit. Hubble hatte die fraglichen Sterne zwar bereits 1999 und 2006 gemustert, damals aber nichts Besonderes gefunden. Als die Astronomen das Bildarchiv in Baltimore nun aber mit speziellen Bilderkennungstechniken noch einmal untersuchten, kamen die Planeten-Wiegen zum Vorschein.

Blick in ferne Vergangenheit unseres Sonnensystems

Einer der Sterne mit der Katalognummer „HD 141943“ fasziniert die Forscher besonders: Er ist nahezu ein Zwilling unserer Erde, konnte uns also zeigen, wie die Erde und das Sonnensystem einst entstanden.

Die neu analysierten Hubble-Fotos ferner Sterne (oben) und die Visualisierung der Staubscheiben darunter. Abb.: NASA
Die neu analysierten Hubble-Fotos ferner Sterne (oben) und die Visualisierung der Staubscheiben darunter. Abb.: NASA

Alte Fälle mit besserer Technik neu aufgerollt

Die Entdeckung in den alten, seinerzeit als uninteressant geltenden Bildern erinnert ein wenig an die Arbeit heutiger Kriminalisten, die alte Fälle noch einmal durchgehen – und sie plötzlich lösen, weil nun Methoden wie die DNA-Analyse verfügbar sind, die es vor Jahrzehnten noch nicht gab. Autor: Heiko Weckbrodt

Zum Weiterlesen:

Rossendorfer wollen Geburt des Sonnensystems simulieren

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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