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Internationales Handelsgericht in Dresden eingerichtet

Justitia. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt
Justitia. Foto (bearbeitet, freigestellt): Heiko Weckbrodt

Neuer „Commercial Court“ soll Streits mit ausländischen Wirtschaftspartnern verhandeln

Dresden, 1. November 2025. Um Rechtsstreitigkeiten der sächsischen Wirtschaft mit ausländischen Handelspartnern einfacher und nach internationalen Standards beizulegen, hat das Oberlandesgericht Dresden nun einen „Commercial Court“ (Handelsgerichtshof) eingerichtet. Das hat die sächsische Justizministerin Constanze Geiert (CDU) mitgeteilt.

„Modernes und starkes Justizangebot für internationale Wirtschaftsstreitigkeiten“

„Mit dem neuen Commercial Court beim Oberlandesgericht Dresden schaffen wir ein modernes und starkes Justizangebot für internationale Wirtschaftsstreitigkeiten. Dieser Schritt bietet eine verlässliche Alternative zu privaten Schiedsgerichten, betonte Geiert. „Gleichzeitig stärkt der Freistaat Sachsen damit Dresden als wichtigen Wirtschafts- und Justizstandort im Herzen Europas.“

Zwei Spezialsenate

Der neue „Commercial Court Dresden“ umfasst zwei spezialisierte Senate: Der I. Senat unter dem Vorsitz von Richter Ulf Dieker beschäftigt sich mit Gesellschaftsrecht, Gewerberaummiet- und -pachtrecht sowie für Streitigkeiten zwischen Unternehmen und ihren Leitungsorganen oder ihren Aufsichtsratsmitgliedern. Der II. Senat unter Torsten Umbach ist für das Bankrecht zuständig. „Beide Senate sind mit in den betreffenden Rechtsgebieten besonders erfahrenen Richtern besetzt“, hieß es aus dem Justizministerium.

Richter werden ab Streitwert von mindestens 500.000 Euro tätig

„Unternehmen aus ganz Deutschland können, soweit die genannten Rechtsgebiete betroffen sind, den Commercial Court Dresden anrufen, wenn beide Parteien sich auf dessen Zuständigkeit einigen“, teilte das Justizministerium mit. Möglich sei dies bei Streitwertern ab einer halben Million Euro aufwärts.

Autor: hw

Quellen: SMJus

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger