Elektro-OPs ohne Pausen: Antihaftschichten ohne „Ewigkeitschemikalien“

Alternativen zu PFAS-Schichten zur V2025 in Dresden vorgestellt
Dresden/Liechtenstein, 18. Oktober 2025. Elektrochirurgische Instrumente können häufife Operationspausen erzwingen, wenn sie nicht richtig beschichtet sind. Grund: Nicht nur das behandelte Gewerbe, sondern auch das medizinische „Besteck“ selbst wird durch die eingesetzten, hochfrequenten Wechselströme heiß. Wenn dadurch aber Gewebe am Instrument haften bleibt, muss der Chirurg pausieren, bis der Elektrokauter wieder gereinigt ist.
Dagegen gibt es zwar bereits Anti-Haft-Beschichtungen. Die bestehen aber oft aus sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ aus „Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen“ (PFAS), die die EU wegen möglicher ökologischer und gesundheitlicher Landzeitrisiken verbieten will. Daher arbeiten Beschichtungsexperten wie Oerlikon Surface Sulutions AG Balzers in Liechtenstein bereits an Alternativen. Mögliche Lösungswege hat Oelikon-Experte Noora Manninen auf der internationalen Dünnschicht-Konferenz „V2025“ in Dresden vorgestellt. Demnach haben unter anderem dünne Schichten aus Titanoxid, Chromoxid und Siliziumoxid das Potenzial, Antihaft-Effekte ganz ohne PFAS-Einsatz zu erzeugen.
Autor: hw
Quelle: Vortrag Manninen auf der V2025

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