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Neuer Campus für Automobil-Dienstleister „Tracetronic“ in Dresden

Blick in den Tracetronic-Neubau in Dresden. Foto: Tracetronic
Blick in den Tracetronic-Neubau in Dresden. Foto: Tracetronic

Vom Start-up zum Weltmarktführer

Dresden, 19. September 2025. Der Testautomatisierer „Tracetronic“ hat seinen Unternehmens-Campus im Dresdner Gewerbegebiet Coschütz-Gittersee ausgebaut. Geschäftsführer Rocco Deutschmann und die Belegschaft haben heute offiziell das neue, 20 Millionen Euro teure Firmengebäude eingeweiht. Das geht aus einer Mitteilung des Automobil-Zulieferers hervor.

Zur internationalen Firmengruppe gewachsen

„Seit unserer Gründung sind wir stetig gewachsen – von vier Gründern im Jahr 2004 zu über 500 Mitarbeitenden in einer internationalen Firmengruppe“, betonte Deutschmann. „Unser neuer Campus ist nicht nur ein Bürogebäude, sondern ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, Ideen und Innovationen entstehen.“ Daher hat Tracetronic nicht nur einen Bürokubus errichtet, sondern auf rund 5200 Quadratmetern auch „ gezielt Orte geschaffen, an denen man neben der Arbeit den Kopf frei bekommt – sei es beim Yoga im Garten, beim Beachvolleyball oder einfach beim Ausblick auf der Dachterrasse“. Der Neubau bietet laut Tracetronic Platz für 326 weitere Arbeitsplätze, hat eine Cafeteria im komplett verglasten 3. Obergeschoss, eine begrünte Dachterrasse zum Ausruhen, ringsum sind ein Yoga-Garden, ein Volleyballfeld und ein Fahrradparkhaus entstanden. Ein Fünftel der Gesamtinvestition hat das Unternehmen durch staatliche Fördergelder finanziert.

Aus Dresdner Uni heraus gegründet

Die Vorgeschichte: Drei Forscher und ein Student hatten Tracetronic 2004 aus einem Forschungsprojekt der TU Dresden heraus gegründet. Seither ist das Unternehmen nach eigener Einschätzung „zum Weltmarktführer für Testautomatisierung in der Fahrzeugentwicklung herangewachsen“ und hat 400 Kunden weltweit. Im Fokus stehen dabei Programme und Geräte, mit denen Autohersteller und -zulieferer hochautomatisiert neue Bauteile auf Herz und Nieren prüfen können. Neben der Autoindustrie beliefern die Dresdner auch Hersteller von Lastern, Motorrädern, Booten, Zügen und landwirtschaftlichen Maschinen. Mittlerweile sind sie mit eigenen Standorten auch in den USA, Korea, China und Japan vertreten. 2001 hatte Tracetronic mit „Neocx“ ein Gemeinschaftsunternehmen mit Volkswagen in Dresden gegründet. Diese Entwicklung freut auch die Wirtschaftspolitiker: „Tracetronic ist eine echte Erfolgsgeschichte ,Made in Saxony’“, lobte der sächsische Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Kralinski.

Autor: hw

Quelle: Tracetronic, Oiger

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger