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Gewerkschaft: Chipfabrik-Ausbau von Globalfoundries Dresden kostet eine Milliarde

Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt
Globalfoundries Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Chipgesetz-Antrag läuft unter dem Projektnamen „Sprint“.

Dresden, 10. Juni 2025. Der Chipfabrik-Ausbau von Globalfoundries (GF) Dresden wird rund eine Milliarde Euro kosten und läuft unter dem Chipgesetz-Codenamen „Sprint“. Das hat die „Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie“ (IGBCE) nach einem Hintergrundgespräch mit der Geschäftsführung von Globalfoundries Dresden mitgeteilt.

Gewerkschafter sehen einen Hoffnungsschimmer

„In unserem stark gebeutelten Landesbezirk, in dem unzählige Unternehmen und gar Industriestandorte gefährdet sind und wir um jeden Arbeitsplatz kämpfen, ist die aktuelle Nachricht von Globalfoundries ein Hoffnungsschimmer“, betonte IGBCE-Landesbezirksleiterin Stephanie Albrecht-Suliak nach dem Treffen. „Auch wenn die eigentliche Förderzusage der Bundesregierung noch aussteht, kann sich das Unternehmen jetzt mit dem Kauf nötiger Maschinen und weiteren Fachkräften beschäftigen. Auf jeden Fall setzen wir als Halbleitergewerkschaft darauf, dass das Unternehmen auch weiterhin am Standort Dresden Zukunftstechnologie produziert und zugleich seinen Beschäftigten gute, tarifgebundene und mitbestimmte Arbeitsbedingungen bietet.“

Hintergrund: GF Dresden will sein Werk in Dresden ausbauen, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen und neue Produktlinien für Kunden fertigen zu können. Dafür hat das Unternehmen Sondersubventionen nach dem Chipgesetz beantragt. Solche staatlichen Sonderhilfen können 20 bis 50 Prozent der Gesamtinvestition ausmachen. In die Zuschüsse teilen sich der Bund und das jeweilige Bundesland meist im Verhältnis 70 zu 30. Zudem muss die EU ihre Zustimmung geben. Diese Entscheidungen stehen noch aus.

Autor: hw

Quellen: IGBCE, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger