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Kleine Bewegungen und Reaktionen könnten Passwörter ersetzen

Foto (bearbeitet): hw
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Bei jedem Menschen anders: Cyberagentur Halle startet Aubi-Projekt

Halle, 19. Mai 2025. Kleine Augenbewegungen, Gesten oder auch einzigartige Reaktionen auf bestimmte Töne sind von Mensch zu Mensch so unterschiedlich, dass sie künftig womöglich Passwörter oder Fingerabdrücke an Zugangskontrollen und im Netz ersetzen könnten. Das mutmaßt zumindest die Bundes-Cyberagentur aus Halle und hat deshalb nun das Forschungsprogramm „Digitale Authentifizierung durch neuartige biometrische Verfahren“ (Aubi) gestartet.

Partner wollen Passwörter überflüssig machen

Mit an Bord sind die Bundesdruckerei, die Uni Potsdam und das Berliner Unternehmen „Nexenio“. Sie wollen gemeinsam Verfahren erforschen, „die auf individuellen Reaktionen, Verhalten und universellen Mustern beruhen. Diese könnten künftig die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit digitaler Identitäten erhöhen – und Passwörter überflüssig machen“, heißt es von der bundeseigenen „Agentur für Innovation in der Cybersicherheit“ (Cyberagentur).

Stoßen Tür zu einer neuen Ära der digitalen Sicherheit auf

„Mit Aubi wird die Tür zu einer neuen Ära der digitalen Sicherheit aufgestoßen, die nicht nur effizient, sondern auch benutzerfreundlich ist“, meint Forschungsreferentin Kristin Biegner von der Cyberagentur. So bringt beispielsweise die Bundesdruckerei ein eigenes Biometrie-Vefahren in das Projekt ein: „Mit Self-ID haben wir einen Ansatz entwickelt, bei dem unbewusste Reaktionen auf das eigene Gesicht über Augenbewegungen erfasst werden“, erklärt Projektleiter Hendrik Graupner von der Bundesdruckerei. „Gemeinsam mit unseren Partnern freuen wir uns darauf, dieses Konzept für eine innovative biometrische Authentifizierungstechnologie in eine sichere und anwendungsorientierte Lösung zu überführen.“

Beispiele für diese neuen Biometrie-Pfade sind die individuellen Maus-Bedienmuster eines jeden Menschen, dessen Hirnaktivität, Reaktionen auf bestimmte Bilder und Töne, Augenbewegungen und dergleichen mehr.

Autor: hw

Quelle: Cyberagentur

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger