Familienunternehmer: Merz-Regierung muss Lohnnebenkosten senken und Lieferkettengesetze kippen

„Sozialabgaben liegen inzwischen bei 42 Prozent“
Berlin, 18. Mai 2025. Die neue Bundesregierung soll schnellstens dafür sorgen, dass die Sozialabgaben und andere Lohnnebenkosten sinken statt weiter zu wachsen. Das hat die „Stiftung Familienunternehmen und Politik“ beim Tag der Familienunternehmen in Berlin gefordert.
Stiftung warnt vor „ungebremsten Verteuerungen bei den Sozialkassen“
„Wir sehen ungebremste Verteuerungen bei den Sozialkassen, die den Faktor Arbeit in Deutschland belasten“, warnte Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer. „Die Sozialabgaben liegen inzwischen bei 42 Prozent und es drohen Anfang nächsten Jahres weitere Kostensteigerungen. Uns läuft die Zeit davon.“ Daher müsse die Merz-Regierung bis zum Herbst „Maßnahmen zur Stabilisierung der Lohnnebenkosten“ einleiten. „Wir benötigen dringend Entscheidungen für die Wirtschaftswende.“
Nicht nur Schulden machen, sondern endlich Strukturreformen angehen
Dass sich Deutschland höher verschulde, um einen Investitionsschub auszulösen, könne Mängel in der Infrastruktur beseitigen, heißt es aus dem Kreis der rund 500 Familienunternehmen, die in der Stiftung organisiert sind. Es reiche aber nicht, nur auf neue Schulden zu setzen. In der Corona-Zeit habe sich gezeigt, dass die finanzpolitischen Booster verpuffen, wenn sie nicht mit Strukturreformen einhergehen, betonte Kirchdörfer.
EU-Bürokratie ist inzwischen die Hauptbelastung für die Unternehmen
Konkret fordert die Stiftung von Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), das deutsche und das europäische Lieferkettengesetz zu kippen – insbesondere die EU-Bürokratie sei inzwischen die Hauptbelastung für die Unternehmen. Zudem müsse die Regierung die Stromnetz-Entgelte senken und die Abschreibungsmöglichkeiten verbessern. „Zusammen mit der Stabilisierung der Sozialkassen wären das geeignete Maßnahmen, die für mehr Zuversicht im Land sorgen könnten“, so die Familienunternehmer.
Autor: hw
Quelle: Stiftung Familienunternehmen

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