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Protest gegen Aus für Widerstandswerk Dresden hält an

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt
Abb.: Heiko Weckbrodt

Dresden, 11. April 2025. Belegschaft und Gewerkschaften drängen den „Knorr Bremse“-Konzern, das Widerstandswerk „Heine Resistors“ in Dresden nicht zu schließen und dessen Produktion nicht nach Polen zu verlagern. „Schließlich verdient Heine Resistors gutes Geld in Dresden“, argumentiert der IG-Metall-Funktionär Stefan Ehly. „Warum die Verantwortung für die Beschäftigten in diesem Traditionsstandort nicht wahrgenommen wird, ist nicht nachvollziehbar.“

„Wir appellieren an Knorr-Bremse, diesen Standort zu erhalten“, ergänzt IG-Metall-Sekretär Christian Göbel. „Neben den 42 Kolleginnen und Kollegen mit ihren Familien ist auch die Existenz einer Werkstatt für behinderte Menschen bedroht, die eng mit Heine Resistors zusammenarbeitet.“

Das Werk in der sächsischen Landeshauptstadt stellt bisher elektronische Widerstände für Industrie und Bahn her. Entstanden ist es vor über 100 Jahren: Der Mechanikermeister Oscar Heine gründete 1904 in Dresden einen Betrieb für Lichtbogenberuhigungswiderstände. Laut der „Sammlung Kusdas“ wurde die Fabrik ein „Hauptlieferant für die weltweit führende Dresdner Kinogeräteindustrie“. 1972 wurde das Heine-Werk verstaatlicht, 1990 dann wieder unter dem Namen „Heine Spezialwiderstände“ privatisiert. Seit 2003 heißt das Unternehmen „Heine Resistors“.

Autor: hw

Quellen: IG Metall, Sammlung Kusdas

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger