Ernährungswirtschaft in Sachsen wächst
Umsatz legt auf 8 Milliarden Euro zu
Dresden/Berlin, 20. Januar 2025. Während andere Branchen auf Talfahrt sind, wächst die sächsische Ernährungswirtschaft gegen den Trend: Die Umsätze legten 2024 um knapp vier Prozent auf rund acht Milliarden Euro zu. Das hat der sächsische Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) gestern anlässlich des sächsischen Ländertags auf der „Grünen Woche“ in Berlin mitgeteilt.
Einkaufskosten, Fachkräftemangel und Bürokratie belasten die Branche
Die Branche sei insgesamt „robust aufgestellt“, betonte der Minister. „Doch sie hat mit einer Vielzahl von Herausforderungen zu kämpfen – dazu zählen gestiegene Betriebsmittelpreise, der Fachkräftemangel, Bürokratielasten und Störungen in den Lieferketten unter anderem durch Extremwetterereignisse.“
Ministerien wollen Plan gegen Maul- und Klauenseuche schmieden
Aktuell sei noch der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hinzugekommen. „In dieser Woche werden wir und das für Seuchenvorsorge und -bekämpfung zuständige Sozialministerium mit der Branche über die weiteren Schritte und Maßnahmen sprechen“, kündigte von Breitenbuch an. „Denn die ökonomischen Schäden infolge von Exportbeschränkungen können vor allem für die sächsische Milchwirtschaft enorm sein.“
Ein Drittel der Beschäftigten in der Back- und Teigwaren-Herstellung
Insgesamt lief es aber in jüngerer Vergangenheit gut für die Ernährungswirtschaft in Sachsen. Daher haben die Betriebe auch zusätzliche Mitarbeiter eingestellt – inzwischen beschäftigen sie in Summe etwa 21.700 Menschen. Die meisten davon arbeiteten in der Back- und Teigwarenherstellung (rund 7000 Beschäftigte), gefolgt von Schlachtung/Fleischverarbeitung (rund 4200 Beschäftigte) und der Milchverarbeitung mit 3300 Beschäftigten. Hinzu kommen zirka 1300 Betriebe des Lebensmittelhandwerkes (vorwiegend Bäcker und Fleischer) mit 20.000 Beschäftigten, die einen Umsatz von knapp 800 Millionen Euro erzielten. Das geht aus den Statistiken des Landwirtschaftsministeriums hervor.
Die wichtigsten Abnehmer für sächsische Ernährungs-Produkte waren Polen, Italien, die Niederlande, Tschechien, Österreich, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die Exporte stiegen zuletzt um fünf Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Die Exportquote stieg auf 13,1 Prozent.
Quelle: SMUL

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