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Silicon Saxony begrüßt neue Chipdesigner-Schmiede in Prag

Die Wirtschaft von Sachsen und Tschechien vernetzt sich wieder enger - auch in Konsequenzen der Lieferstörungen mit China. Hier ein Blick auf das nächtliche Prag. Foto: Heiko Weckbrodt
Prag. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen rechnet mit Impulsen für Tschechien und europäische Halbleiterindustrie

Prag/Dresden, 18. April 2024. Als „wesentliche Stärkung“ für die europäische Mikroelektronik hat der sächsische Branchenverband „Silicon Saxony“ aus Dresden den tschechisch-taiwanesischen Plan begrüßt, in Prag eine Ausbildungsstätte für Schaltkreis-Designer einzurichten. „Die Entwicklung von Fachkräften ist eine wichtige Säule für die europäische Halbleiterindustrie“, betonte „Silicon Saxony“-Geschäftsführer Frank Bösenberg. „Besonders im Bereich IC-Design besteht dabei großes Potenzial.“

Taiwanesen bauen internationales Engagement aus

Hintergrund: Vojtěch Petráček, der Rektor der Tschechischen Technischen Universität (CTU), und Hou Tuo-Hung, Generaldirektor des „Taiwan Semiconductor Research Institute“ (TSRI), haben heute vereinbart, in Prag eine taiwanesischen Ausbildungsstätte für internationale Fachkräfte in der Chipentwicklung einzurichten. Binnen fünf Jahren soll die neue Stätte über 500 CTU-Studenten in Chipdesign ausbilden und Forschungskooperationen mit ausgewählten europäischen Universitäten fördern, hieß es vom „Silicon Saxony“. Taiwan beabsichtigte, seine führende Position in der Halbleiterindustrie durch diese internationale Initiative weiter auszubauen. Die CTU fungiere als erster überseeischer Partner des TSRI.

„Das TSRI ist eines der weltweit renommiertesten Forschungsinstitute für die Erforschung und Entwicklung von Halbleitertechnologien“, bewertete Bösenberg die Vereinbarung. Die Kooperation stärke die Netzwerke „Czech national semiconductor cluster“ und „Silicon Europe“.

Autor: Oiger

Quelle: Silicon Saxony, CTU

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger