AutomobilindustrieNewsVR und ARzAufi

VW baut Stromer ID5 ab Ende 2021 in Zwickau

Der ID5 bei einer Präsentation in der VW-Manufaktur Dresden. Hergestellt wird er aber in Zwickau. Foto: Oliver Killig für VW
Der ID5 bei einer Präsentation in der VW-Manufaktur Dresden. Hergestellt wird er aber in Zwickau. Foto: Oliver Killig für VW

E-Stadtgeländewagen bietet nun auch Software-Aufbesserung per Funk

Zwickau, 3. November 2021. Volkswagen schickt in seiner Autofabrik Zwickau einen weiteren elektrischen Stadtgeländewagen in die Taktstraße: Ab Ende 2021 fertigen die Sachsen den ID5 – ein rund 4,6 Meter langes SUV in Coupé-Form. Das hat VW heute angekündigt.

Ralf Brandstätter. Foto: Volkswagen AG
Ralf Brandstätter. Foto: Volkswagen AG

„Neues Marktsegment“

Volkswagen stoße damit „in ein völlig neues Marktsegment vor“, betonte Ralf Brandstätter, der innerhalb des Konzerns für Autos mit dem VW-Logo zuständig ist. Unter anderem biete der Stromer einen besonders großen Innenraum, werde so produziert, dass rein rechnerisch kein zusätzliches Kohlendioxid die Atmosphäre belastet, und biete interessante Funktionen, die VW mit seiner neuen Software der Version 3.0 einführt. So bietet VW nun ähnlich wie der Wettbewerber Tesla auch drahtlose Software-Aktualisierungen („Over-the-Air“) an, durch die sich neue Funktionen zuschalten oder zukaufen lassen. Auch eine lernfähige Sprachsteuerung ist nun integriert.

Erweiterte Realität auf der Frontscheibe

Auf Wunsch kann der Kunde zudem auch ein sogenanntes „Augmented-Reality-Head-up-Display“ bekommen. Das heißt: Computer projiziert zum Beispiel Navigationsanweisungen und andere Zusatz-Informationen für den Fahrer direkt auf die Windschutzscheibe – wie in einer erweiterten Realität (Augmented Reality = AR). Auch wertet das Auto mittels der Car2X-Technologie Hinderniswarnungen und andere Verkehrsinformationen aus, die andere VW-Autos in der Nähe oder feste Warnsysteme in Städten und auf Autobahnen per Funk aussenden. Dies soll die Unfallgefahren mindern.

VW plant derweil bereits weitere Elektroautos, die wie der ID3, ID4 und nun der ID5 auf dem eigenes dafür entwickelten „Mobilen Elektrifizierungsbaukasten“ (MEB) basieren. Dem Vernehmen nach will der Konzern auch einen noch größeren Stadtgeländewagen für bis zu sieben Personen, den ID6, dann aber nicht in Sachsen, sondern in China bauen, und dann nach Europa importieren.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: VW, electrive

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger