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Zeiss kauft „Saxonia Systems“ Dresden

Die Gründer Andreas Mönch und Viola Klein freuen sich: Sie haben die Saxonia Systems AG an Zeiss verkauft. Foto: Sabine Mutschke für Saxonia
Die Gründer Andreas Mönch und Viola Klein freuen sich: Sie haben die Saxonia Systems AG an Zeiss verkauft. Foto: Sabine Mutschke für Saxonia

Technologiekonzern will durch Akquise seine Softwarekompetenz stärken

Dresden/Oberkochen, 27. November 2019. Der Technologiekonzern „Zeiss“ kauft die Dresdner Softwareschmiede „Saxonia Systems“. Das hat Zeiss heute in Oberkochen angekündigt. Der Technologiekonzern will durch die Übernahme seine Softwarekompetenz verbessern.

Oberkochener waren zuvor bereits zu einem Viertel an Saxonia beteiligt

„Saxonia Systems wird als leistungsstarke Einheit von Zeiss weiter wachsen und unsere Softwareentwicklungskapazität ausweiten“, betonte Zeiss-Vorstandsmitglied Ludwin Monz. Bereits in der Vergangenheit seien beide Firmen verbandelt gewesen. So hatte Saxonia beispielsweise cloud-basierte Programme für die Medizintechnik-Sparte von Zeiss entwickelt. Auch waren die Oberkochener zuletzt bereits zu 25 Prozent an Saxonia beteiligt.

Innovationszentrum in Dresden geplant

Die 235 Saxonia-Mitarbeiter sollen nach der Übernahme ihre Jobs behalten. Zusätzlich möchte Zeiss, dass Saxonia in Dresden ein Innovationszentrum aufbaut, um sich stärker mit der TU Dresden und anderen Forschungseinrichtungen am Standort zu vernetzen.

Wieviel Zeiss für Saxonia geboten hat, wollten beide Unternehmen nicht mitteilen. Die Akquise wird auch nur zustande kommen, wenn auch das Bundeskartellamt zustimmt. Eine Entscheidung erwartet Zeiss im Februar 2020.

Über Saxonia

Viola Klein und Andreas Mönch hatten 1990 die Saxonia Computertechnik GbR gegründet. Das Unternehmen spezialisierte sich auf Bildungsangebote, programmierte dann zunehmend komplexere Softwarepakete für den Unternehmenseinsatz und firmierte ab 2000 als Saxonia Systems AG. Neben ihren wirtschaftlichen Aktivitäten machten sich die Gründer auch mit sozialem Engagement und moderner Unternehmensführung einen Namen. 2018 realisierten die 235 Mitarbeiter an sechs Standorten in Deutschland einen Umsatz von rund 32 Millionen Euro.

Über Zeiss

Zeiss ist dagegen ein Konzern von 30.000 Mitarbeitern weltweit. Ursprünglich in Jena gegründet, siedelte der Optik- und Technologiekonzern nach dem Krieg nach Oberkochen um.

Autor: hw

Quellen: Zeiss, Saxonia Systems, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger