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Was sind organische Solarzellen?

Dachinstallation mit organischen Solarfolien aus Dresden in La Rochelle. Foto: Heliatek GmbH I Olivier Benoit
Dachinstallation mit organischen Solarfolien aus Dresden in La Rochelle. Foto: Heliatek GmbH I Olivier Benoit

  • Anders als klassische Solarzellen aus Silizium bestehen deren organische Brüder aus organischen Farbstoffen, die prinzipiell sowohl Licht in Strom wandeln können wie auch umgekehrt.
  • Organische Solarzellen sind dünn, biegsam, können durchsichtig produziert werden. Auch wiegen die fertigen Folien nur etwa 1 Kilogramm pro Quadratmeter und sind damit deutlich leichter als Silizium-Lösungen. Allerdings kommen sie unter Praxisbedingungen nur auf eine Energieausbeute (als Wirkungsgrad beziehungsweise Effizienz ausgewiesen) von etwa zehn Prozent, während anorganische Zellen bis zu 22 Prozent erreichen. Im Labor erreichen organische Zellen auch 13 bis 16 Prozent – allerdings kommen da anorganische Labormuster ebenfalls auf weit höhere Werte.

Ein Heliatek-Mitarbeiter prüft in der Dresdner Fabrik ein organisches Solarmodul. Seit zwei Wochen spuckt die Anlage funktionsfähige Muster aus, in zwei Monaten sollen verkaufsfähige Produkte bereit stehen. Abb.: Heliatek
Ein Heliatek-Mitarbeiter prüft in der Dresdner Fabrik ein organisches Solarmodul. Abb.: Heliatek

  • Heliatek gilt weltweit als Technologieführer für „organische Photovoltaik“ (OPV). Die Dresdner strukturieren ihre Zellen zunächst mit Lasern und beschichten sie dann im Vakuum mit den organischen Farbstoffen, Danach versiegeln die Maschinen die Folien unter Stickstoff-Atmosphäre mit Kapselfolien. Diese Schutzschichten verhindern, dass die empfindlichen organischen Stoffe mit Luft in Kontakt kommen – sonst würden sie rapide altern.

Die organischen durchsichtigen Solarfolien werden in der Pilotfabrik von Heliatek in Dresden produziert. Foto: Heliatek
Organische Solarfolien. Foto: Heliatek

  • In der Ausbaustufe der Dresdner Fabrik, intern „Fab 2“ genannt, kann Heliatek bis zu 1 Million Quadratmeter Solarfolien herstellen. Statt nur 30 Zentimeter breite Bahnen können die neuen Anlagen 1,50 Meter breite Folien verarbeiten.

Autor: hw

Quellen: Heliatek, TUD, Oiger-Archiv, „Wissenschaft Aktuell“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger