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Technikerkasse fordert schnelleres Internet in Sachsen

Mit Tablettrechner können Ärzte den Patienten am Krankenbett deren gesundheitliche Lage und Therapieideen besser erläutern, wirbt die Telekom für ihre Telemedizin-Lösungen. Foto: Deutsche Telekom
Mit Tablettrechner können Ärzte den Patienten am Krankenbett deren gesundheitliche Lage und Therapieideen besser erläutern, wirbt die Telekom für ihre Telemedizin-Lösungen. Foto: Deutsche Telekom

Breitband-Zugänge sind Schlüssel für Telemedizin

Dresden/Leipzig, 22. Juni 2017. Damit auch die Einwohner von Dörfern und Kleinstädten in Sachsen die Telemedizin nutzen können, müssen schnellere Internetanschlüsse auf dem Lande her. Das hat die Techniker-Krankenkasse (TK) in Leipzig gefordert. „Damit die Menschen von der Digitalisierung im Gesundheitswesen profitieren können, muss eine stabile technische Infrastruktur sichergestellt werden“, betonte Simone Hartman, Leiterin der TK Landesvertretung in Sachsen. „Der Breitbandausbau ist intensiver voranzutreiben.“

77 % der Sachsen sehen Vorteile durch digitale Medizin

Andererseits sei gerade in Sachsen die Akzeptanz neuer digitaler Medizinlösungen recht groß: Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) sind 77 Prozent der Sachsen überzeugt, dass die Digitalisierung den Patienten Vorteile bringt.

Bei Schlaganfall kann der Landarzt per Telemedizin die Experten in der Stadt konsultieren

Ein Beispiel dafür ist das Schlaganfall-Netz, das ab 2008 im Freistaat aufgebaut wurde: Jederzeit können hier Ärzte der Notaufnahme eines regionalen Krankenhauses einen spezialisierten Neurologen aus einem Kompetenzzentrum sofort in die Untersuchung eines Patienten einbeziehen. Per Videosystem können die Befunde besprochen werden. „Ohne Zeitverlust können mit dem behandelnden Arzt vor Ort die weiteren Untersuchungen sowie die sofortige, gezielte Therapie festlegt werden“, erklärte Hartmann. Damit dies aber reibungslos funktioniert, brauchen die Ärzte auf beiden Seiten schnelle Internetleitungen. Derzeit verfügen aber nur rund 57,6 Prozent der sächsischen Haushalte über eine Internetverbindung mit einer Datenrate von mindestens 50 Megabit je Sekunde (Mbs). hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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