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Fraunhofer testet virtuelle Realität per Satellit

360-Grad-Aufnahme eines Konzerts. Die dafür vom HHI entwickelte Kamera "OmniCam-360" kann Panorama-Videos mit einer Auflösung von über 10.000 mal 2000 Bildpunkten aufnehmen und übertragen. Abb.: HHI
360-Grad-Aufnahme eines Konzerts. Die dafür vom HHI entwickelte Kamera „OmniCam-360“ kann Panorama-Videos mit einer Auflösung von über 10.000 mal 2000 Bildpunkten aufnehmen und übertragen. Abb.: HHI

Amsterdam/ Luxemburg, 5. September 2016. Konzernsäle, Sportstadien und andere Veranstaltungsorte sollen neben ein paar Hundert oder Tausend „realen“ Besuchern“ in Zukunft auch Millionen virtuelle Zuschauer fassen. Möglich machen sollen dies neue hochauflösende Kameras, die Kulturereignisse als 360-Grad-Panorama aufnehmen und per Satellit als „Virtuelle Realtät“ an Millionen Fernsehzuschauer übertragen. Der Satellitenbetreiber SES aus Luxemburg und das Berliner Heinrich-Hertz-Institut (HHI) der Fraunhofer-Gesellschaft wollen diese „Virtuelle realität per Satellit“ am Wochenende auf der Medienmesse IBC („International Broadcasting Convention“) in Amsterdam mit einer „OmniCam-360“-Kamera des HHI vorführen.

Anders als bei bereits erprobten 2D- oder 3D-TV-Übertragungen können die Zuschauer mit dieser neuen Hybrid-Technologie wählen, ob sie sich das Konzert oder das Fußballspiel auf einem Bildschirm ansehen oder lieber eine Datenbrillen aufsetzen und dadurch mitten ins Geschehen hineinversetzt werden.

„Es gibt auf der ganzen Welt kein Stadion, das genügend Plätze für alle begeisterten Fans bietet“, erklärte Dr. Ralf Schäfer vom HHI. „Stellen Sie sich also ein Live-Event irgendwo auf der Welt vor – gefilmt mit professionellen Kameras wie unserer OmniCam-360 und dann via Satellit für ein riesiges weltweites Publikum übertragen. Und jeder einzelne Zuschauer zu Hause hat dabei den besten Platz mitten in der Show.“

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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