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Antimaterie-Tomograph durchleuchtet in Dresden komplette Patientenkörper

Prof. Anja Braune sieht große Chancen für KI-gestützte Bildgebungs- und Analyseverfahren sowie für präzisere individualisierte Therapieplanungen durch den neuen Ganzkörper-Tomographen. Foto:A. Grützner für das HZDR
Prof. Anja Braune sieht große Chancen für KI-gestützte Bildgebungs- und Analyseverfahren sowie für präzisere individualisierte Therapieplanungen durch den neuen Ganzkörper-Tomographen. Foto:
A. Grützner für das HZDR

Ganzkörper-PET soll bei Entwicklung neuer Radiopharma-Medizin helfen

Dresden, 17. März 2026. Auf der Suche nach neuen Nukletid-Medikamenten im Kampf gegen Krebs bekommt das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mehr Durchblick – im wörtlichen Sinne: Das Team um Prof. Anja Braune erhält einen acht Millionen Euro teuren Ganzkörper-Positronen-Emissions-Tomographen (GK-PET). Damit können sie nun auf einen Schlag sehen, wie sich leicht strahlende Stoffe („Radiotracer“) im Patientenkörper verteilen und so Tumore und sogar Metastasen sichtbar machen. EU und Freistaat Sachsen bezuschussen die Anschaffung mit fünf Millionen Euro, teilt das HZDR mit.

„Ein Ganzkörper-PET ist eine zentrale Technologie für die Weiterentwicklung radiopharmazeutischer Ansätze in der personalisierten Präzisionsmedizin“, betont Professorin Braune. „Solch ein System ermöglicht die bestmögliche quantitative Erfassung der Verteilung von Radiopharmaka im gesamten Körper eines Menschen – und das ohne invasiven Eingriff. Darüber hinaus eröffnet es neue Möglichkeiten für KI-gestützte Bildgebungs- und Analyseverfahren sowie für präzisere individualisierte Therapieplanungen.“

Der neue Großtomograph soll im Sommer 2028 betriebsbereit sein. „Das Gerät wird in erster Linie der Forschung dienen, kann jedoch bis zu 20 Prozent für die klinische Versorgung von Patientinnen eingesetzt werden“, heißt es aus dem HZDR. Die Helmholtz-Forscher wollen damit der Entwicklung neuer radiopharmazeutischer Präparate und deren Transfer in die klinischer Praxis einen neuen Schub geben.

Autor: hw

Quelle: HZDR

 

 

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger