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Bioelektronik-Expertin Sahika Inal wechselt nach Dresden

Sahika Inal. Foto: Sahika Inal via TU Dresden
Sahika Inal. Foto: Sahika Inal via TU Dresden

Türkische Forscherin bekommt Humboldt-Professur

Dresden, 28. November 2025. Die Bioelektronik-Expertin Sahika Inal kommt als Humboldt-Professorin nach Sachsen. Sie wird an der Technischen Universität Dresden (TUD) und im Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden (IPF) forschen und lehren. Das hat die TUD mitgeteilt.

Sachsen will durch Inal Lücke zwischen Moleküldesign und Biomedizin schließen

„Mit ihrer Berufung möchten wir die noch bestehende Lücke im Bereich Bioelektronik zwischen molekularem Materialdesign, Gerätetechnik und biomedizinischer Umsetzung schließen“, hofft nun TUD-Prorektorin Prof. Angela Rösen-Wolff. „Bioelektronische Materialien und Systeme ermöglichen die Verbindung lebender Organismen mit elektronischen Informationstechnologien und eröffnen damit radikal neue Perspektiven für die Medizintechnik“, ergänzt IPF-Wissenschaftsdirektor Prof. Carsten Werner. Auch Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) hofft auf einen Schub für die Forschung und letztlich auch die Biotech-Industrie im Freistaat durch die Türkin: „Das Potential für die Gesundheitsforschung ist riesig“, meint Gemkow. „Mit Sahika Inal gewinnen die TU Dresden und das Leibniz-IPF eine herausragende Spitzenforscherin auf dem Gebiet der organischen Bioelektronik, also an der Schnittstelle zwischen lebenden Organismen und elektronischen Informationstechnologien.“

Die TU Dresden und insbesondere das Photophysik-Institut von Prof. Karl Leo gilt als Vorreiter für organische Elektronik. Die Dresdner Forscher beschäftigen sich dabei unter anderem mit molekularen und Transistor-Designs sowie Dotierstoffen. Die Türkin Sahika Inal wiederum hat sich auf die anwendungsnahe Entwicklung organischer elektronischer Materialien zur Gesundheitsüberwachung spezialisiert sowie auf Geräte, die biokompatibel zum menschlichen Körper sind – also auf komplexere Systeme.

Inal hatte in Istanbul Textiltechnik studiert, beschäftigte sich dann mit Polymerforschung und organischen Solarzellen in Berlin und Potsdam. Danach forschte sie in Frankreich. Seit 2021 ist sie Bioingenieur-Professorin an der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi-Arabien.

Autor: hw

Quellen: TUD, Wikipedia, SMWK, Humboldt-Stiftung, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger