Quantentech, KI und japanische Investitionen: Sachsens Wirtschafts-Panter besucht Fujitsu
Japaner haben GK Schöneck übernommen
Tokyo/Schöneck, 2. Oktober 2025. Quantentechnologie, Künstliche Intelligenz (KI) und japanische Investitionen in Sachsen sollen morgen im Mittelpunkt eines Besuchs des sächsischen Wirtschaftsministers Dirk Panter (SPD) in der Fujitsu-Zentrale in Tokio stehen. Darauf hat Vorstandsvorsitzender Michael Scheibner von „GK Software“ aus Schöneck hingewiesen – die sächsische Softwareschmiede gehört seit der Jahresmitte 2025 zu dem japanischen Konzern.
Softwareschmiede forciert seit Übernahme durch Fujitsu ihr Wachstum
Für GK habe sich dieses Engagement aus Nippon jedenfalls ausgezahlt, betont Scheibner: „Fujitsu hat eine strategische Investition in GK getätigt und diese Investition hat das Unternehmen nachhaltig gestärkt“, erklärt er. „Wir konnten in den vergangenen zwei Jahren so stark wachsen, wie nie zuvor, weil wir jetzt noch internationaler geworden sind und unsere Reichweite sich weiter erhöht hat.“
GK Software ist auf Cloud-Lösungen für Einzelhändler spezialisiert. Das Unternehmen setzte zuletzt rund 195 Millionen Euro um und beschäftigt 1350 Menschen. Seit Mai 2025 gehört GK zu Fujitsu.
Fujitsu lobt Freistaat als exzellenten Wirtschaftsstandort
Auch Fujitsu-Manager Shinichi Miyata schwört auf die japanisch-sächsische Kooperation: Sachsen sei für Fujitsu ein exzellenter Wirtschaftsstandort mit einem ausgezeichneten und dichten Netzwerk aus Forschungszentren, qualifizierten Arbeitskräften, führenden Technologieunternehmen und einer ausgezeichneten Innovations- und Wirtschaftspolitik. Deshalb habe das Unternehmen in GK und damit auch in Sachsen investiert und hoffe, diese Zusammenarbeit fortsetzen zu können.
„Internationale Wirtschaftskontakte sind für das weitere Wachstum der sächsischen Wirtschaft von hoher Bedeutung.“
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter
Solche Beispiele gefallen auch dem sächsischen Wirtschafts-Panter: Seine Reise nach Nippon zielt darauf, diese Bande enger zu knüpfen: „Internationale Wirtschaftskontakte und darauf basierende Investitionen sind für das weitere Wachstum der sächsischen Wirtschaft von hoher Bedeutung“, meint er. „Wir sind stolz darauf, dass ein in Sachsen gegründetes und gewachsenes Unternehmen wie GK jetzt Teil eines der größten Technologiekonzerne der Welt ist und damit den guten Ruf der sächsischen Unternehmerschaft in der Welt repräsentiert. Dies ist eine gute Basis für das weitere Wachstum von GK in Sachsen und die Schaffung neuer IT-Arbeitsplätze.“
Sachsen exportiert für 1 Milliarde nach Nippon
Hintergrund: Japan ist ein wichtiger Handelspartner für den Freistaat. Laut der Wirtschaftsförderng Sachsen (WFS) haben die sächsischen Exporte nach Japan im Jahr 2024 einen neuen Höchststand erreicht und umfassten über eine Milliarde Euro. „Der Großteil entfiel auf Erzeugnisse des Kraftfahrzeug- und Maschinenbaus sowie der Elektrotechnik“, heißt es von der WFS. „Für das Jahr 2025 zeichnet sich ein erneuter Bestwert ab: Im ersten Halbjahr lagen die Exporte nach Japan bereits um 30 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Importe aus Japan in den Freistaat hatten im vergangenen Jahr einen Wert von 680,7 Millionen Euro.“
Autor: hw
Quellen: GK Software, WFS, Oiger-Archiv

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