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Dresdner Tudag hat halbe Milliarde Euro Investitionen angestoßen

Die TU-Ausgründung Novaled Dresden ist auf Organische Leuchtdioden spezialisiert. Abb.: Novaled
Gehört zu den Vorzeige-Projekten der Tudag: Die TU-Ausgründung Novaled Dresden ist auf Organische Leuchtdioden spezialisiert. Abb.: Novaled

Vorstand: Modell ist deutschlandweit beispielgebend für universitäre Ausgründungen

Dresden, 26. August 2025. Die Transfergesellschaft der TU Dresden, die „Tudag“, hat seit ihrer Gründung vor 25 Jahren über eine halbe Milliarde Euro an Investitionen durch externe Geldgeber ausgelöst. Diese Investitionen flossen in Unternehmen, die die Tudag mitgegründet oder mitfinanziert hat. Das geht aus einer Mitteilung der Dresdner Aktiengesellschaft hervor.

Vor 25 Jahren gegründet

„25 Jahre Tudag zeigen, dass aus universitärer Forschung nicht nur Wissen, sondern auch Märkte, Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stärke entstehen“, meint Technologietransfer-Vorstand Jacques Rohayem. „Wir wollen dieses Modell als führende Transferholding im deutschen Hochschulraum sichtbar machen.“

Novaled, Heliaktek, Spinncloud und andere unterstützt

Die Tudag ist gewissermaßen ein Hilfskonstrukt, damit die Dresdner Universität kommerzielle Aktivitäten weiterdelegieren kann. Die „Gesellschaft der Freunde und Förderer der TU Dresden“ (GFF) hatte die Aktiengesellschaft im Jahr 2000 gegründet, um vor allem den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen der TU Dresden, deren kommerzielle Verwertung und vielversprechende Ausgründungen zu unterstützen. Zu den Leuchtturm-Augründungen, die die Tudag unterstützt hat, gehören beispielsweise die Oled-Firma „Novaled“, der Organiksolarzellen-Hersteller „Heliatek“, die Neurocomputer-Unternehmung „Spinnncloud“ und andere mehr. Zu den jüngsten Projekten gehört ein gemeinsames Gründungszentrum mit weiteren mitteldeutschen Unis und Hochschulen. Diese „Boost-Startup-Factory“ will die technologieorientierten Ausgründungen in Sachsen und Thüringen in den nächsten Jahren verdoppeln.

550 neue Jobs

In Summe hat die Tudag laut eigenen Angaben über 30 Unternehmen mit aufgebaut und reichlich 550 neue Arbeitsplätze ermöglicht. „Damit zählt die Tudag zu den stärksten Transferstrukturen im deutschen Hochschulraum“, schätzt die AG selbst ein.

DIU und 5G-Lab gehören zu den Töchtern auf Dauer

Hinzu kommen zu diesen Beteiligungen auf Zeit auch Tochterunternehmen, die auf Dauer zur Tudag-Gruppe gehören und dadurch indirekt an die TU Dresden angedockt sind. Das sind beispielsweise die „Dresden International University“ (DIU), die „Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer“ (GWT), die Verkehrsunfallforschung (VUFO) oder das 5G-Lab Germany. Erzielte Gewinne re-investiert die Tudag nach eigener Darstellung „in neue Geschäftsfelder, in das Wachstum der Unternehmensgruppe und in Maßnahmen, von denen auch die TU Dresden profitiert“. „Jeder Euro, den wir erwirtschaften, arbeitet doppelt: für wirtschaftlichen Erfolg und für die Universität“, betont Tudag-Finanzvorstand Udo Werner. „Dieses Modell, bei dem Unternehmertum direkt die Wissenschaft stärkt, ist einzigartig in Deutschland und unser größter Antrieb.“

Autor: Oiger

Quellen: Tudag, Silicon Saxony, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger