Verdienstorden für Dresdner Organikelektronik-Papst Karl Leo

Forscher war und ist auch ein Serien-Gründer
Dresden, 19. Juni 2025. Für seine hervorragenden Verdienste um die organische Elektronik als Forscher und Gründer hat Professor Karl Leo von der TU Dresden den Verdienstorden des Freistaates Sachsen bekommen. „Durch seinen unternehmerischen Spürsinn überführte Leo viele dieser Arbeiten in erfolgreiche Ausgründungen und trug damit entscheidend zum Ausbau des Hightechnetzwerks Silicon Saxony bei“, hieß es in der Laudatio für den Dresdner Organikelektronik-Papst.
Leo: An den Erfolgen haben viele mitgestrickt
Seit 1999 habe Leo elf Unternehmen gegründet. Inzwischen wirke der Professor als Partner in dem neuen Forschungsnetzwerk „Biotronis“ mit und sei als einer der Projektleiter beim „Deutschen Zentrum für Astrophysik“ tätig, das derzeit in Görlitz entsteht.
„Es ist mir sehr wichtig, festzuhalten, dass dies zum einen die Arbeit vieler engagierter Menschen war, mit denen ich die Ehre hatte zusammenzuarbeiten, und dass sie zum anderen ohne die großartige Unterstützung vieler Menschen der Universität, des Freistaats Sachsen und darüber hinaus nicht möglich gewesen wäre“, betonte der 64-Jährige.
Seit 1993 in Dresden aktiv
Leo war 1993 nach Dresden gekommen. Er reaktivierte an der TU Dresden frühere Forschungen an organischer Leuchttechnik und Elektronik, die bereits zu DDR-Zeiten begonnen hatten. Sein Gespür für erfolgversprechende Pfade zahlte sich ab: Dresden positionierte sich als ein international führender Forschungsstandort für organische Elektronik. Effizienz-steigernde Dotier-Zutaten aus Dresden trugen wesentlich dazu bei, dass die organischen Leuchtdioden (Oleds) weltweit einen Durchbruch schafften.
11 Ausgründungen
Aus dieser Entwicklungslinie gründete Leo die Oled-Firma „Novaled“ mit, de später von Samsung übernommen wurde. Aus den Projekten an biegsamen und durchsichtigen organischen Solarzellen entstand die Ausgründung „Heliatek“. Diese und weitere Ausgründungen trugen dazu bei, dass Leo bald als Serien-Entrepreneur und Organikelektronik-Papst galt. Weitere Unternehmungen, an denen der Professor direkt oder indirekt beteiligt war, waren Sensorics, Creaphys, Flexora und andere.
Wissenschaftlicher Pioniergeist und unternehmerischer Weitblick
„Prof. Karl Leo hat mit seinem wissenschaftlichen Pioniergeist, seinem unternehmerischen Weitblick und seiner außergewöhnlichen Innovationskraft nicht nur die TU Dresden und den Forschungsstandort Sachsen geprägt, sondern weltweit Maßstäbe gesetzt“, würdigte die Dresdner Uni-Rektorin Prof. Ursula Staudinger den Gelehrten.
Autor: hw
Quellen: TUD, Oiger-Archiv

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