Sachsens hat niedrigste Tarifquote

Kamenz, 24. März 2025. In Sachsen haben die Gewerkschaften seit der Wende einen schweren Stand und das schlägt sich auch in der Tarifbindung nieder: Der Freistaat hat die niedrigste Tarifvertrags-Quote aller Bundesländer – und das gilt ganz besonders für die freie Wirtschaft. Dies geht aus einer Erhebung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor.
Demnach arbeiten sachsenweit 42 Prozent aller Berufstätigen in Betrieben mit Firmen- oder Branchentarifvertrag. Bundesweit liegt diese Quote bei 49 Prozent. Insgesamt sind 16 Prozent der Betriebe im Freistaat tarifgebunden.
Dabei gibt es aber große Unterschiede zwischen den Sektoren: In steuer- oder abgabenfinanzierten Jobs – beispielsweise in der Verwaltung und Sozialversicherung – gelten für alle Beschäftigten Tarifverträge, in Schulen liegt die Quote immerhin noch bei 75 Prozent. In der freien Wirtschaft sind die Quoten viel niedriger. In den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen zum Beispiel liegt die Tarifbindung bei nur 23 Prozent.
Autor: Oiger
Quellen: Stat. LA Sachsen, Oiger-Archiv

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