Die 5 Robotik-Trends 2025

KI, Humanoide und Niedrigkosten-Roboter im Fokus
Frankfurt am Main, 23. Januar 2025. Die Verbindung zwischen Künstlicher Intelligenz und Robotern, der Trend zu menschenähnlichen Formen („Humanoide“), Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, neue Geschäftsmodelle und Einsatzfelder sowie der Kampf gegen den Fachkräftemangel sind die wichtigsten Robotik-Trends in diesem Jahr. Das hat die „Internationale Förderation für Robotik“ (IFR) in Frankfurt am Main eingeschätzt.
Dabei lassen sich die Branchenbeobachter von diesen Überlegungen leiten:
1. KI
Mit analytischer KI lassen sich große Datenmengen verarbeiten und analysieren, die von der Roboter-Sensorik erfasst werden. Dies hilft dabei, auf unvorhersehbare Situationen oder wechselnde Bedingungen in öffentlichen Räumen oder bei der Produktion von „High-Mix-Low-Volume-Aufgaben“ zu reagieren. Zudem investieren Roboter- und Chip-Hersteller aktuell in die Entwicklung spezieller Hard- und Software, die Umgebungen aus der realen Welt simulieren. Diese sogenannte physische KI ermöglicht es Robotern, sich selbst in solchen virtuellen Umgebungen zu trainieren.
2. Humanoide
Mehrere Jungunternehmen arbeiten an menschenähnlichen Robotern als Allzweckwerkzeugen, die selbständig eine Spülmaschine beladen und gleichermaßen anderswo am Fließband arbeiten können. Industrielle Hersteller konzentrieren sich dagegen auf Humanoide, die zunächst individuelle Einzelaufgaben bewerkstelligen. Die meisten dieser Pilotprojekte laufen in der Automobilindustrie. „Aus heutiger Sicht bleibt jedoch abzuwarten, ob humanoide Roboter einen wirtschaftlich tragfähigen und skalierbaren Business-Case für die breite industrielle Anwendung darstellen werden.“
3. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Die Erfüllung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN) und damit korrespondierender Regularien weltweit wird zu einer wichtigen Voraussetzung sich als Lieferant zu qualifizieren. Roboter spielen für Hersteller eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, diese Ziele zu erreichen. Zudem gewährleisten Roboter eine gleichbleibende Qualität, die für Produkte mit langer Lebensdauer und minimalem Wartungsaufwand unerlässlich ist. Und der Trend zum Leichtbau auch für Roboter soll deren Energieverbrauch senken.
4. Neue Geschäftsfelder und Kundenbranchen
Geschäftsmodelle wie „Robot-as-a-Service“ (RaaS) sollen die Einstiegshürden in die Robotik für kleinere Unternehmen senken. Letztlich geht es hier um einen Robotereinsatz zu niedrigen Kosten. Bauwirtschaft, Laborautomation und Lagerhaltung könnten künftig verstärkt Roboter verwenden.
5. Arbeitskräftemangel
Der demografische Wandel belastet die Volkswirtschaften in den Vereinigten Staaten, Japan, China, Korea, Deutschland und anderen Staaten. Mit der Automation von gefährlichen, schmutzigen oder repetitiven Tätigkeiten, können sich menschliche Arbeitskräfte auf interessantere und höherwertige Aufgaben konzentrieren. Roboter übernehmen Arbeiten wie ermüdende visuelle Qualitätskontrollen, gesundheitsschädliche Lackierarbeiten oder schweres Heben von Lasten.
Quelle: IFR

Ihre Unterstützung für Oiger.de!
Ohne hinreichende Finanzierung ist unabhängiger Journalismus nach professionellen Maßstäben nicht dauerhaft möglich. Bitte unterstützen Sie daher unsere Arbeit! Wenn Sie helfen wollen, Oiger.de aufrecht zu erhalten, senden Sie Ihren Beitrag mit dem Betreff „freiwilliges Honorar“ via Paypal an:
Vielen Dank!

