NewsRoboterzAufi

Die 5 Robotik-Trends 2025

War bereits beim Robotikfestival 2021 zu Gast in Dresden und soll demnächst mit Ceti-Technologie intuitiver zu steuern sein: Roboterhund Spot von Boston Dynamics. Foto: Heiko Weckbrodt
Roboterhund Spot von Boston Dynamics. Foto: Heiko Weckbrodt

KI, Humanoide und Niedrigkosten-Roboter im Fokus

Frankfurt am Main, 23. Januar 2025. Die Verbindung zwischen Künstlicher Intelligenz und Robotern, der Trend zu menschenähnlichen Formen („Humanoide“), Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, neue Geschäftsmodelle und Einsatzfelder sowie der Kampf gegen den Fachkräftemangel sind die wichtigsten Robotik-Trends in diesem Jahr. Das hat die „Internationale Förderation für Robotik“ (IFR) in Frankfurt am Main eingeschätzt.

Dabei lassen sich die Branchenbeobachter von diesen Überlegungen leiten:

1. KI

Mit analytischer KI lassen sich große Datenmengen verarbeiten und analysieren, die von der Roboter-Sensorik erfasst werden. Dies hilft dabei, auf unvorhersehbare Situationen oder wechselnde Bedingungen in öffentlichen Räumen oder bei der Produktion von „High-Mix-Low-Volume-Aufgaben“ zu reagieren. Zudem investieren Roboter- und Chip-Hersteller aktuell in die Entwicklung spezieller Hard- und Software, die Umgebungen aus der realen Welt simulieren. Diese sogenannte physische KI ermöglicht es Robotern, sich selbst in solchen virtuellen Umgebungen zu trainieren.

2. Humanoide

Mehrere Jungunternehmen arbeiten an menschenähnlichen Robotern als Allzweckwerkzeugen, die selbständig eine Spülmaschine beladen und gleichermaßen anderswo am Fließband arbeiten können. Industrielle Hersteller konzentrieren sich dagegen auf Humanoide, die zunächst individuelle Einzelaufgaben bewerkstelligen. Die meisten dieser Pilotprojekte laufen in der Automobilindustrie. „Aus heutiger Sicht bleibt jedoch abzuwarten, ob humanoide Roboter einen wirtschaftlich tragfähigen und skalierbaren Business-Case für die breite industrielle Anwendung darstellen werden.“

3. Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Die Erfüllung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (UN) und damit korrespondierender Regularien weltweit wird zu einer wichtigen Voraussetzung sich als Lieferant zu qualifizieren. Roboter spielen für Hersteller eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, diese Ziele zu erreichen. Zudem gewährleisten Roboter eine gleichbleibende Qualität, die für Produkte mit langer Lebensdauer und minimalem Wartungsaufwand unerlässlich ist. Und der Trend zum Leichtbau auch für Roboter soll deren Energieverbrauch senken.

4. Neue Geschäftsfelder und Kundenbranchen

Geschäftsmodelle wie „Robot-as-a-Service“ (RaaS) sollen die Einstiegshürden in die Robotik für kleinere Unternehmen senken. Letztlich geht es hier um einen Robotereinsatz zu niedrigen Kosten. Bauwirtschaft, Laborautomation und Lagerhaltung könnten künftig verstärkt Roboter verwenden.

5. Arbeitskräftemangel

Der demografische Wandel belastet die Volkswirtschaften in den Vereinigten Staaten, Japan, China, Korea, Deutschland und anderen Staaten. Mit der Automation von gefährlichen, schmutzigen oder repetitiven Tätigkeiten, können sich menschliche Arbeitskräfte auf interessantere und höherwertige Aufgaben konzentrieren. Roboter übernehmen Arbeiten wie ermüdende visuelle Qualitätskontrollen, gesundheitsschädliche Lackierarbeiten oder schweres Heben von Lasten.

Quelle: IFR

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger