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„Quishing“: Verbraucherzentrum warnt vor betrügerischen QR-Codes

App aktivieren und draufhalten - das iPhone übernimmt automatisch den Rest und verbindet zur Internetadresse oder Rufnummer aus dem Code. Abb.: hw
Themenfoto: hw

Kriminelle kleben falsche Pixel-Codes an Ladesäulen, Parkuhren und auf Pseudeo-Strafzettel

Kehl, 19. Januar 2025. Professionelle Betrüger verwenden immer öfter gefälschte QR-Codes, um Autofahrer abzuzocken. Vor dieser „Quishing“ (sinngemäß etwas: Fischen per QR) genannten Masche hat das „Europäische Verbraucherzentrum Deutschland“ aus Kehl gewarnt.

Geld wird auf Konto der Betrüger umgeleitet

Demnach überkleben Kriminelle beispielsweise echte QR-Codes an öffentlichen Parkuhren oder Ladesäulen für Elektroautos, um an das Geld der Fahrer zu kommen: Statt tatsächlich Park- oder Ladegebühren an die jeweilige Stadt oder Betreiber zu überweisen, transferieren die Opfer in solchen Fällen ihr Geld an die Bankverbindungen der Betrüger, die sich in den Einscann-Pixelcodes verbergen.

Phänomen hat sich europaweit verbreitet

Quishing sei vor allem im öffentlichen Raum und mittlerweile auch europaweit anzutreffen, heißt es vom Europäischen Verbraucherzentrum: „Dort, wo QR-Codes bereits vorhanden sind, um einen Vorgang zu erleichtern, damit Verbraucher zum Beispiel eine Gebühr einfach bezahlen können. Also an Parkuhren, E-Ladesäulen, an Bahnhöfen, Bushaltestellen, Fahrradverleihstationen oder über gefälschte Strafzettel an der Windschutzscheibe.“

Ratschläge gegen Quishing

Die Verbraucherschützer geben folgende Tipps, um sich gegen Quishing zu schützen:

  • Seien Sie bei öffentlichen QR-Codes skeptisch: QR-Codes auf Flyern, Plakaten oder anderen öffentlichen Orten können leicht manipuliert oder ausgetauscht werden. Scannen Sie diese nur, wenn Sie der Quelle vertrauen.
  • Prüfen Sie Alternativen: Verwenden Sie, wenn möglich, die direkte Eingabe der URL anstelle eines QR-Codes.
  • Prüfen Sie Links genau: Viele QR-Scanner-Apps zeigen die URL vor dem Öffnen an. Kontrollieren Sie diese sorgfältig und achten Sie auf verdächtige Domains oder Rechtschreibfehler.
  • Im Zweifel nicht interagieren: Schließen Sie die Website, wenn Sie unsicher sind, und geben Sie keine persönlichen Daten oder Bankinformationen ein.
  • Handeln Sie bei Betrug: Sollte es zu einer verdächtigen Transaktion gekommen sein, sperren Sie die Kreditkarte umgehend, beantragen Sie bei Ihrer Bank ein Chargeback und informieren Sie Polizei sowie den Betreiber.

Quelle: EVZ

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger