LuftfahrtNewsWirtschaftzAufi

A380-Renaissance: Riesen-Airbusse kommen wieder zur Wartung nach Dresden

Diesen Airbus A 380 von der australischen Qantas haben die Elbe-Flugzeugwerke in Dresden umgerüstet. Foto: EFW
Die Archivaufnahme zeigt einen Airbus A 380 von der australischen Qantas, den die Elbe-Flugzeugwerke in Dresden umgerüstet hatten. Foto: EFW

Qantas-Maschine ab morgen zur Durchsicht in Sachsen

Dresden, 13. Januar 2024. Weil – abgesehen von Deutschland – der Luftverkehr in vielen Ländern wieder wächst, nehmen viele Fluggesellschaften den eigentlich bereits totgesagten Airbus 380 wieder in Betrieb. Und diese Renaissance des Riesenflieger beschert auch den Elbe-Flugzeugwerken (EFW) neue Aufträge: Sie sind unter anderem auf die Wartung dieses Flugzeugs spezialisiert und empfangen seit dem Herbst A380-Maschinen wieder in Dresden für solche „Maintenance, Repair and Operations“ (MRO) genannten Aufgaben. Der nächste Airbus 380 wird laut EFW am 14. Januar gegen 10 Uhr auf dem Flughafen Dresden landen – es handelt sich um eine Maschine von Qantas, die von Sydney über Singapur nach Sachsen fliegt.

A380-Comeback beschert EFW neue Aufträge

„Der A380 wurde von vielen Fluggesellschaften auf internationalen Strecken wieder in Dienst gestellt und erlebt in letzter Zeit ein starkes Comeback, was zu einer wachsenden Nachfrage nach Wartungsdienstleistungen führt“, berichtet das Unternehmen. Die EFW seien nach längerer Pause wieder in die „A380“-Wartung eingestiegen. „Als Auftakt kam im Herbst 2024 die erste A380 von Global Airlines in Dresden für ein umfassendes Wartungsereignis (Heavy MRO) nach dem Langzeitparken an“, heißt es von den Flugzeugwerken. Es handele sich um einen „wichtigen Meilenstein, der die Lufttüchtigkeit des A380 von Global Airlines herstellt und so beiträgt, diesen A380 für den Regelbetrieb zurück in den Himmel zu bringen“.

In Dresden waren über die Jahre hinweg insgesamt A380 gelandet, um hier durch die EFW-Teams gewartet zu werden. Das Unternehmen geht auf den einstigen DDR-Flugzeugbau zurück. Inzwischen hat es sich auf den Umbau von Passagierfliegern zu Frachtern spezialisiert, außerdem auf die Wartung der Flugzeuge und auf die Produktion ausgewählter Bauteile. Insgesamt beschäftigen die EFW über 3000 Menschen und kamen 2023 auf rund 600 Millionen Euro Umsatz.

Quelle: EFW

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger