IW-Forscher: 80.000 Syrer mindern deutsche Fachkräfte-Lücken
Köln, 18. Dezember 2024. Rund 80.000 Syrer arbeiten in Berufen, in denen es nicht genügend Bewerber gibt. Dazu gehören Krankenpflege, Kraftfahrzeugtechnik oder Bauelektrik. Das hat eine Studie des „Instituts der deutschen Wirtschaft“ (IW) aus Köln ergeben.
„Stütze für den deutschen Arbeitsmarkt“
„Sie tragen wesentlich dazu bei, die Fachkräftelücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu verringern“, betonen die Forscher. „Erwerbstätige Syrer sind eine Stütze für den deutschen Arbeitsmarkt“, betont IW-Experte Fabian Semsarha. „Umso wichtiger ist es, dass sie eine langfristige verlässliche Bleibeperspektive bekommen.“
Rückkehr würde Probleme in Krankenhäusern und Praxen aufwerfen
So arbeiten beispielsweise 2157 syrische Fachkräfte in der Gesundheits- und Krankenpflege. Hier bleiben derzeit mehr als sieben von zehn Stellen offen, weil Fachkräfte fehlen. Insgesamt waren rund 5.300 Syrer als Ärzte angestellt – eine Rückkehr in ihr Herkunftsland würde den Fachkräftemangel in der medizinischen Versorgung in Krankenhäusern und Arztpraxen deutlich verschärfen. Als Kfz-Mechatroniker waren zwischen Juni 2023 und Mai 2024 durchschnittlich über 4.000 Syrerinnen und Syrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In diesem Bereich fehlten gleichzeitig mehr als 16.000 Fachkräfte – fast sieben von zehn offenen Stellen konnten rechnerisch nicht besetzt werden.
Quelle: IW Köln

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