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„Arbeitsmigration und Flüchtlingspolitik sauber trennen“

Wer sitzt demnächst in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden mit am Kabinettstisch? Foto: Heiko Weckbrodt
Wer sitzt demnächst in der sächsischen Staatskanzlei in Dresden mit am Kabinettstisch? Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaftskammern sehen hoffnungsvolle Signale in Sondierung zwischen CDU, BSW und SPD in Sachsen

Dresden, 18. Oktober 2024. Als hoffnungsvoll haben die sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) die bisher bekannt gewordenen Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen CDU, „Bündnis Sahra Wagenknecht“ (BSW) und SPD für eine Regierungsbildung in Sachsen eingestuft. Das geht aus einer Mitteilung der IHK Dresden hervor.

„Energiekosten unkalkulierbar und die Bürokratie überbordend“

Demnach finden die Wirtschaftsvertreter in den Verhandlungen ihre Warnungen berücksichtigt, dass „die Konjunktur schwach, die Energiekosten unkalkulierbar und die Bürokratie überbordend“ seien. Auch sei zu begrüßen, dass sich alle drei Koalitionäre in spe zur sozialen Marktwirtschaft bekennen – dies galt mit Blick auf das teils radikal links, teils konservativ agierende BSW zeitweise als unsicher.

Leipziger Kammerpräsident: Neue Sachsen-Regierung muss Amtsschimmel in die Schranken weisen

Besonders wichtig sei der versprochene Bürokratie-Abbau, heißt es in der Kammer-Stellungnahme: „Falls die Koalition zustande kommt, wird sie sich daran messen lassen müssen, ob sie den Amtsschimmel tatsächlich in die Schranken weist“, meint der Leipziger Kammerpräsident Kristian Kirpal. „Bürokratie ist ein Strukturproblem, das Menschen geschaffen haben und auch wieder abschaffen können. Das Postulat, wonach Prozesse einfacher und digitaler werden sollen, muss mit Leben erfüllt werden und darf nicht versanden.“

Zudem sei begrüßenswert, dass „die potenziellen Koalitionäre Arbeitsmigration und Flüchtlingspolitik sauber trennen und dass sie betonen, dass Sachsen für ausländische Arbeits- und Fachkräfte attraktiver werden müssen“.

Quelle: IHK DD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger