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„Mutterschutz für Selbstständige dringend verbesserungsbedürftig“

Baby, Kinderwagen Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Handwerkerinnen fordern besseren Mutterschutz für Selbstständige

Dresden, 28. Mai 2024. Bei der Diskussion, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, sollte sich das Augenmerk nicht nur auf Arbeitnehmerinnen verengen, sondern auch die Selbstständigen im Blick haben: Mutterschutz und andere staatlich organisierte Hilfen sind noch zu wenig auf die Lebenswirklichkeit solcher Eltern ausgerichtet, kritisieren selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker aus Ostsachsen. Daher hat die Handwerkskammer (HWK) Dresden nun eine Resolution an Bund und Land verabschiedet, die Verbesserungen einfordert.

„Betriebsinhabern wird Vereinbarkeit von Familie und Beruf unnötig schwer gemacht“

„Gerade Betriebsinhabern wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf derzeit unnötig schwer gemacht“, kritisiert die Kammer. „Bei ihnen fehlt es an geeigneten Unterstützungsleistungen. Auch das ist ein Grund, warum die Zahl der Existenzgründer sinkt.“

Finanzielle Absicherung in Mutterschutzzeit gefordert

Die Kammer plädiert daher dafür, dass „allen werdenden Müttern, egal ob selbst-ständig oder abhängig beschäftigt, Mutterschutzzeit rund um die Geburt eingeräumt wird, in der sie finanziell abgesichert sind. Leistungen, wie das Elterngeld, Kinderkrankengeld, Pflegeunterstützungsgeld, Darlehen bei Pflegezeit oder Familienpflegezeit, sollten auch die Perspektive von Selbstständigen berücksichtigen.“ Die Entscheidung, in besonderen Fällen für eine gewisse Zeit im Schwerpunkt für die Familie da zu sein,dürfe nicht zu einer Gefährdung des Handwerksbetriebes und den damit verbunden Arbeitsplätzen führen. Insbesondere die aktuellen Regelungen zum Mutterschutz für Selbstständige seien dringend verbesserungsbedürftig, um die Selbstständigkeit wieder attraktiver zu gestalten.

Der Anstoß zur Resolution kam von der Arbeitsgemeinschaft „Selbstständigkeit und Familie“ in der HWK Dresden. Initiatoren waren die Friseurmeisterin Anke Anton aus Neustadt in Sachsen, Bäckermeisterin Claudia Schermann aus Bernsdorf und der Tischlermeister Robert Mühlberg aus Klipphausen.

Autor: Oiger

Quelle: HWK Dresden

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt