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Stetes Wechselbad der Gefühle

So stellt sich eine KI ein Wechselbad der Gefühle beim Menschen vor. Visualisierung: Dall-E
So stellt sich eine KI ein Wechselbad der Gefühle beim Menschen vor. Visualisierung: Dall-E

Studie der Uni Leipzig: Stimmungen von Neurotikern schwanken besonders stark

Leipzig, 7. Juni 2023. Bei Neurotikern schwanken Stimmungen wie Trauer, Niedergeschlagenheit oder Wut rascher als bei Menschen mit stabiler Psyche. Das hat ein Team vom Wilhelm-Wundt-Institut für Psychologie der Universität Leipzig durch Datenanalysen bereits vorliegender Befunde ermittelt. Demnach erleben neurotische Menschen negative Emotionen nicht nur intensiver, sondern haben auch mehr Stimmungsschwankungen als andere.

„Frühere Studien sind sich einig, dass neurotische Personen stärkere negative Emotionen im Alltag erleben“, erläutert Studien-Erstautorin Nina Mader von der Uni Leipzig. Die neuesten Ergebnisse deuten nun darauf hin, „dass neurotische Menschen tatsächlich eine größere Variabilität in negativen Emotionen erleben“. Sie reagieren überproportional stark auf alltägliche Auslöser. So könnte zum Beispiel eine kleine Meinungsverschiedenheit bei Ihnen große Wut auslösen oder auch nur der Gedanke, dass die Bahn heute sehr voll sein könnte, starken Stress und Sorgen verursachen.

Als neurotisch gelten Menschen mit psychischen Störungen, für die sich keine organischen Ursachen finden. Dazu gehören zum Beispiel zwanghafte Vorstellungen, starke Ängste oder langfristige Wahrnehmungsstörungen. Dabei geht die moderne Psychologie davon aus, dass Neurosen keine absoluten Schemata sind, sondern abgestufte Nuancen zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit.

Quelle: Uni Leipzig

Wissenschaftliche Publikation:

Nina Mader u.a.: „Emotional (in)stability: Neuroticism is associated with increased variability in negative emotion after all“, in: „Proceedings of the National Academy of Sciences“, Mai 2023, https://doi.org/10.1073/pnas.2212154120

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger