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Bosch investiert weitere Millionen in sein Chipwerk Dresden

Blick in den Reinraum der neuen Halbleiterfabrik von Bosch in Dresden. Foto: Bosch
Blick in den Reinraum der neuen Halbleiterfabrik von Bosch in Dresden. Foto: Bosch

Insgesamt fließen rund 400 Millionen Euro zusätzlich nach Dresden, Reutlingen und Penang

Dresden/Reutlingen, 29. Oktober 2021. Wegen der aktuellen Chip-Lieferkrise in der Autoindustrie investiert Bosch zusätzlich 400 Millionen Euro in Deutschland und Malaysia. Das Unternehmen will mit dem größten Teil der Summe im Jahr 2022 seine neue Chipfabrik in Dresden schneller ausbauen. Außerdem fließen 50 Millionen Euro in zusätzliche 4000 Quadratmeter Reinraumfläche in Reutlingen. Außerdem ist geplant, ein neues Halbleiter-Testzentrum in Penang in Malaysia zu bauen. Das hat Bosch heute mitgeteilt.

Bedarf an Halbleitern wächst rasant

„Der Bedarf an Halbleitern wächst weiter rasant“, erklärte Bosch-Chef Volkmar Denner die Entscheidung. „Gerade in der aktuellen Lage bauen wir deshalb die Fertigung von Halbleitern konsequent aus, um unsere Kunden bestmöglich zu unterstützen.“

Bosch-Chef Volkmar Denner. Foto: Bosch
Bosch-Chef Volkmar Denner. Foto: Bosch

Bosch hatte seine Chipfabrik in Dresden erst kürzlich eröffnet. Sie stellt Mikroelektronik auf 300 Millimeter großen Siliziumscheiben her. Dabei handelt es sich mit rund einer Milliarde Euro ohnehin schon um die größte Einzelinvestition in der Geschichte von Bosch. Ausgelegt ist das Werk für rund 700 Mitarbeiter.

Frank Bösenberg. Foto: Silicon Saxony/ PR
Frank Bösenberg. Foto: Silicon Saxony/ PR

Silicon Saxony begrüßt Bosch-Entscheidung

„Der Silicon Saxony begrüßt die Entscheidung von Bosch, auch weiterhin in den Standort Dresden und damit im Silicon Saxony zu investieren“, kommentierte Geschäftsstellen-Leiter Frank Bösenberg vom sächsischen Hochtechnologie-Branchenverband „Silicon Saxony“ die Ankündigungen der Schwaben. „Diese belegt deutlich das weitere Wachstumspotenzial der Branche und auch der Region, die wie keine andere in Europa für eine leistungsfähige Mikroelekronikproduktion steht. Dresden und Sachsen bieten dadurch schon heute zukunftssichere Arbeitsplätze, durch dieses Investment entstehen weitere.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Bosch, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger