Werbung

Zutaten für das Bierbrauen

Pils aus der Forschungs-Bierbrauerei der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Die Zutaten für das Bierbrauen sind Hopfen, Wasser, Getreide und Hefe. Jedoch nicht mehr oder weniger. Alle brauen mit den gleichen Zutaten, ganz gleich ob in der Großbrauerei oder im Hobbykeller. Jedoch schmeckt trotzdem jedes Bier anders. Auch lustige Party-Trinkspiele dürfen nicht fehlen.

Kurze Informationen zum Bier

  • Das Nationalgetränk der Deutschen ist das Bier
  • In Bayern liegt das bedeutendste Hopfenanbaugebiet
  • Vermischt wird das Malz mit dem Brauwasser beim Maischen
  • Der Geschmack des Bieres wird durch das Wasser bestimmt

Hopfen und Getreide

Das Nationalgetränk der Deutschen ist das Bier. Vor allem brauen die Braumeister in Deutschland das Bier aus Gerste. Aufgrund dessen bezeichnen manche Menschen diesen auch als „Gerstensaft“. Jedoch bedeutet dies nicht im Umkehrschluss das lediglich Weizen für das Brauen für Weizenbier verwendet wird. Es steckt jedoch mehr Weizen als Gerste im Weizenbier.

Der Brauer braucht jedoch auch Malz, um ein Bier herstellen zu können. In drei Schritten wird dies aus Gerste oder Weizen gewonnen. Das Getreide kann sich in der Weiche mit Wasser vollsaugen. Im Anschluss keimt es dann im Keimkasten, wo sich die Stärke dann in Zucker umwandelt. In die sogenannte Darre kommen die Körner dann zum Trocknen hinein. Die Farbe des Bieres kann der Brauer dann mithilfe des Heißluftverfahrens bestimmen. Bei einer Darr-Temperatur von bis zu 80 °C entsteht helles Malz und dunkles bei bis zu 110 °C.

Der Hopfen

Ein unverzichtbarer, weiterer Bestandteil vom Bier ist der Hopfen. Die Region Holledau, auch Hallertau genannt, hat jeder schon einmal durchquert, der schon einmal Richtung München gefahren ist. Das bedeutendste Hopfenanbaugebiet der Welt liegt in diesem hügeligen Landstrich nördlich der bayerischen Landeshaupt. Zur Familie der Hanfgewächse gehört die Schlingpflanze. Aus den Dolden, den weiblichen Blütenständen des Kulturhopfens, gewinnen die Brauer dann die Bierwürze. Für die leicht bittere Note des Bieres und die längere Haltbarkeit sorgt der Hopfen.

Maischen

Anschließen geht es dann ans Maischen. Das geschrotete Malz wird von dem Brauer dem Brauwasser beigemischt. Das alte Wort für Mischen ist Maischen. Die im Malz enthaltenen Enzyme werden in Stärke und danach in Malzzucker umgewandelt.

Der Brauer erhitzt die Maischpfanne langsam, um diesen Prozess zu beschleunigen. Anschließend werden die Teile von der Maische getrennt, die sich nicht aufgelöst haben in der Maische mittels eines Siebes. Damit erhält er dann die Grundwürze für das Bier, den sogenannten Brauextrakt.

Der Gärvorgang

Der Brauextrakt wird dann vom Brauer mit Wasser verdünnt, welchen er im Anschluss in der Sudpfanne zum Kochen bringt. Der Geschmack des Bieres wird beeinflusst vom Wasser, das der Brauer verwendet. Denn verschiedene mineralische Inhaltsstoffe sind in dem Wasser abhängig von der Region enthalten.

Salze der Schwefelsäure enthält beispielsweise das Wasser der Biermetropole Dortmund. Je nach Herkunft unterscheidet sich auch der Härte- und Kalkgehalt. Auf den Brauprozess einwirken diese Faktoren und ebenso auf den Geschmack.

Der Brauer mischt später noch in der Sudpfanne den Hopfen bei. Unterschiedliche Biersorten entstehen je nach Menge: Doppelt so viel Hopfen wie für ein Exportbier braucht er wie für ein Pils. Das Bier wird vom Brauer gefiltert und anschließend die Hefe hinzugegeben.

Fürs Bierbrauen ist die Hefe die vierte und letzte wichtige Zutat:Es wäre keine Gärung ohne die Mikroorganismen möglich. Die Pilze dienen in der Backstube dazu, den Teig zu lockern. Die Hefen wandeln in der Brauerei den Malzzucker in Alkohol um.

Die Gärtemperaturen liegen für ein obergäriges Bier bei bis zu 22 Grad Celsius, bei bis zu zehn Grad Celsius für untergäriges. Früher war es nicht möglich, dass die Braumeister die Kühlung so gut kontrollieren konnten wie heute, daher haben sie vor allem obergäriges Bier gebraut.

Im Jahre 1873 erfand Carl von Linde die Kühlmaschine und somit wurde es möglich, auch das ganze Jahr über untergäriges Bier herzustellen. Welches Bier die Braumeister herstellten, bestimmten zuvor Wetter und Jahreszeit.

Bis zu zehn Tage kann der gesamte Gärvorgang andauern. Das Bier lagert nach weiteren Filterprozessen zum Nachreifen noch einige Wochen in Tanks, bevor es dann abgefüllt werden kann in Fässer, Flaschen oder Dosen

Autor: Werbung