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Ingenieur will Schäume röntgen

Schaumforscher Dr. Sascha Heitkam baut eine neue Gruppe im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) auf, die Messtechniken für fließende Schäume entwickeln soll. Foto: A. Wirsig für das HZDR
Schaumforscher Dr. Sascha Heitkam baut eine neue Gruppe im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) auf, die Messtechniken für fließende Schäume entwickeln soll. Foto: A. Wirsig für das HZDR

Neue Forschungsgruppe entsteht in Rossendorf

Dresden, 28. April 2020. Schäume mögen die allermeisten Menschen nur mit Badewanne, ungeliebten Abwasch-Aufgaben und vielleicht noch Träumen assoziieren. Für Sascha Heitkam hingegen sind sie seit Kindheitstagen an ein absolutes Faszinosum, das nur darauf wartet, von ihm endlich genau vermessen und durchschaut zu werden. Inzwischen hat Heitkam und neuerdings sogar die Chance, eine eigene Schaum-Forschungsgruppe im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) aufzubauen.

„Wie Ketchup oder Zahnpasta“

„Schäume weisen faszinierende und bisher unerklärte Phänomene auf“, begeistert sich der Forscher. „Ihre Fließeigenschaften unterscheiden sich stark von Wasser oder Luft – sie ähneln eher Ketchup oder Zahnpasta.“ Schon im Wettbewerb „Jugend forscht“ glänzte er seinerzeit mit einem Schaumexperiment.

Geld von der DFG

Und mit dem Objekt seiner Faszination steht der Ingenieur und Wissenschaftler offensichtlich nicht ganz allein da: Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) gibt ihm 1,3 Millionen Euro für seine Projekte. Das mag auch daran liegen, dass Schaum nicht nur in der Badewanne knistert, sondern in vielen Industrieverfahren eine wichtige Rolle spielt: Um Kupfer zu gewinnen, Plasteabfall wiederzuverwerten und Abwasser zu klären zum Beispiel.

Um die teils recht komplexen Strömungsprozesse der Schäume dabei besser zu verstehen, will Heitkam mit seiner Gruppe neue Messtechniken speziell für fließende Schäume entwickeln – beispielsweise mit Röntgenstrahlen und Elektroden.

Autor: Oiger

Quelle: HZDR

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger