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Chipbranche: Infineon kauft Cypress

Infineon-Hauptquartier in Neubiberg bei München. Foto: Heiko Weckbrodt
Infineon-Hauptquartier in Neubiberg bei München. Foto: Heiko Weckbrodt

Bessere Marktposition erhofft

Neubiberg/ San José/ Dresden, 3. Juni 2019. Infineon will den US-Chipkonzern Cypress für neun Milliarden Euro kaufen. Das hat der deutsche Halbleiterkonzern heute in Neubiberg bei München angekündigt.

Cypress auf Spezialspeicher und Mikrokontroller spezialisiert

Die Deutschen versprechen sich von dem Zukauf eine bessere Marktposition im Automobilbau, in der allgemeinen Industrie und im Internet der Dinge (IoT). Cypress aus aus San José ist ein altbekannter Name in der Mikroelektronik: 1982 im kalifornischen Silicon Valley gegründet, hat das Unternehmen heute rund 5815 Mitarbeiter und realisierte 2018 einen Umsatz von 2,48 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). Spezialisiert ist der Konzern vor allem auf merkfähige Speicher (sRAM- und Flash-Bausteine), Mikrocontroller, programmierbare Komplettsysteme auf einem Chip und Kommunikations-Halbleiter spezialisiert.

„Verbindung der realen mit der digitalen Welt“

Hier sieht Infineon-Chef  Reinhard Ploss viele Ergänzungspunkte zum eigenen Produktportefeuille. „Wir stellen damit unser Geschäft auf eine breitere Basis“, erklärte er. „Mit der Transaktion können wir unseren Kunden das umfassendste Portfolio für die Verbindung der realen mit der digitalen Welt anbieten.“ Ploss will die Übernahme zu großen Teilen durch Kredite finanzieren.

Auswirkungen für die Dresdner Werke von Infineon sind nicht unmittelbar absehbar, erklärte Standort-Sprecher Christoph Schumacher auf Anfrage.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger