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Zwillinge per Laser im Mutterleib getrennt

athleen und Thomas Roll sind dankbar: PD Dr. Cahit Birdir, Oberarzt für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Uniklinikum, hat mit einer Lasertherapie das Leben ihrer Kinder Oskar und Felix gerettet. Die Zwillinge sind jetzt zwei Monate alt. Foto: UKD/Annechristin Bonß

athleen und Thomas Roll sind dankbar: PD Dr. Cahit Birdir, Oberarzt für Geburtshilfe und Pränatalmedizin am Uniklinikum, hat mit einer Lasertherapie das Leben ihrer Kinder Oskar und Felix gerettet. Die Zwillinge sind jetzt zwei Monate alt. Foto: UKD/Annechristin Bonß

Beide Blutkreisläufe waren gekoppelt

Dresden, 18. August 2018. Der Gynäkologe und Oberarzt Dr. Cahit Birdir hat an der Uniklinik Dresden die Blutkreisläufe von ungeborenen Zwillinge mit einer Laser-Operation im Mutterleib getrennt, um ihre Überlebenschancen zu verbessern. Das hat das Uniklinikum mitgeteilt. Und tatsächlich war der Eingriff in der 18. Schwangerschaftswoche erfolgreich: Mitte Juni hat Kathleen Roll einen Oskar und einen Felix geboren – beide Kinder sind gesund.

Unbehandelt nur 10 % Überlebenschance

Die Zwillinge teilten sich im Mutterleib einen Mutterkuchen, ihre Blutkreisläufe waren miteinander gekoppelt. Bei diesem „fetofetalen Transfusionssyndrom“ besteht die Gefahr, dass das eine Kind zuviel Blut bekommt, das andere zu wenig. Der Chirurg trennt beide kreisläufe in diesem Fall mit dem Laser. „Unbehandelt bleibt den Zwillingen nur eine zehnprozentige Überlebenschance“, hieß es vom Uniklinikum. „Dank der Laser-OP im Mutterleib liegt die Überlebenschance bei etwa 90 Prozent.“

Mutter ist Chirurg Birdir dankbar

„Wir sind froh und dankbar, dass uns das Team um Dr. Birdir helfen konnte und dass der Eingriff in Dresden möglich war“, sagt Kathleen Roll, die Mutter der Zwillinge. Oskar und Felix sind seit wenigen Wochen zu Hause und entwickeln sich prächtig. „Wir möchten auch anderen betroffenen Familien Mut machen, sich für diesen Eingriff zu entscheiden.“

Autor: hw