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Deutsche glauben an autonome Auto-Zukunft

Googles "Self-Driving Car" (auch Roboterauto genannt). Foto: Google
Googles „Self-Driving Car“ (auch Roboterauto genannt). Foto: Google

Heute debattiert Bundestag über Gesetzesänderungen für computergesteuerte Autos

Berlin, 10. März 2017. Über die Hälfte der Deutschen glaubt, dass in 30 Jahren nur noch autonome Autos zugelassen werden – also Fahrzeuge, die durch Computer-Autopiloten gesteuert werden un nicht durch Menschen. Jeder Zehnte erwartet sogar, dass es bereits in zehn Jahren soweit ist, teilte der deutsche Digitalbranchen-Verband „Bitkom“ in Berlin mit, der sich dabei auf eine Umfrage unter 1006 Deutschen stützt.

Technologie-Firmen wildern in klassischen Domänen der Autoindustrie

„Längst sind es nicht mehr einzelne Internet-Unternehmen, die an selbstfahrenden Autos forschen. Eine Reihe von Technologie-Unternehmen hat ebenso wie klassische Automobilhersteller inzwischen Fahrzeuge auf die Straße gebracht, die unter Alltagsbedingungen ans Ziel kommen“, betonte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Jetzt müssen wir die Weichen stellen, damit Deutschland bei dieser Zukunftstechnologie ein weltweit führender Anbieter wird.“

Gesetzentwurf: „Mensch soll letzte Verantwortung behalten“

Und eben darum geht es heute im Bundesrat: Der berät heute über einen Gesetz-Entwurf des Verkehrsministeriums, der zunächst automatisiertes Fahren auf Deutschlands Straßen zulassen soll. Anders als beim wirklich „autonomen“ Fahren sind beim automatisierten Fahren zwar viele Assistenzsysteme im Einsatz, aber: „Der Mensch soll auch beim Einsatz des Computers grundsätzlich die letzte Verantwortung behalten“, heißt es von der Bundesregierung. „So müssen automatisierte Systeme jederzeit durch den Fahrzeugführer übersteuerbar oder deaktivierbar sein. Der Fahrer wird also während der Fahrt nicht durch das System ersetzt. Das wäre erst beim autonomen Fahren der Fall, bei dem es keinen Fahrer, sondern nur noch Passagiere gibt“, heißt es weiter.

Kritik an Datensammelei

Ein Fahrtenschreiber soll die Schuldfrage bei einem Unfall klären. Gerade letztere Punkte sind auf Kritik von Datenschützern gestoßen: Sie befürchten, dass dadurch Bewegungsprofile, vielleicht gar eine Echtzeitverfolgung einzelner Fahrer möglich werden.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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