AllgemeinzAufi

„Die Flüsse von Alice“: Surreales Aquarell-Adventure aus Spanien

Ein bisschen musikalisches Verständnis ist bei manch Rätsel von Vorteil. Bildschirmfoto aus: "Die Flüsse von Alice"
Ein bisschen musikalisches Verständnis ist bei manch Rätsel von Vorteil. Bildschirmfoto aus: „Die Flüsse von Alice“

Wo die Buchpflanzen wachsen

Ein surreales und handgemaltes Adventure-Spiel haben spanische Künstler jetzt in einer erweiterten Fassung in Deutschland publiziert: „Die Flüsse von Alice“ ist eine surreale Wanderung durch die Träume des Mädchens Alice. Das nämlich findet sich in einer seltsamen Anderswelt wieder, wenn sie einschläft, eine Welt, in der Buchpflanzen wachsen und bizarre Wesen zu erwecken sind.

Werbevideo:

Indie-Musik über handgemalten Flusslandschaften

„Die Flüsse von Alice“ ist weit entfernt von den 3D-Grafiktrends der Branche: Seinen besonderen Charme zieht es aus der entrückten Musik einer spanischen Indie-Rock-Band und vor allem aus den Flusslandschaften, die die Künstlerin Ane Pikaza in Aquarell, Tinte und Bleistift gemalt hat. Dort müssen wir allerlei unorthodoxe Rätsel lösen, die letztlich symbolische Schlüssel zu Alice’ unterbewussten Ängsten und Wünschen sind.

Seine Faszination schöpft das Spiel nicht zuletzt aus seiner hangemachtenen künstlerischen Stilistik. Bildschirmfoto aus: "Die Flüsse von Alice"
Seine Faszination schöpft das Spiel nicht zuletzt aus seiner hangemachtenen künstlerischen Stilistik. Bildschirmfoto aus: „Die Flüsse von Alice“

Geredet wird dabei überhaupt nicht, die Lösungen sollen sich dem Spieler durch eigene Reflexion und durch kleine Animationen erschließen. Dies schraubt freilich den Schwierigkeitsgrad für Adventure-Neulinge etwas nach oben. Wer nicht mehr weiter kommt, kann jedoch eine Buchpflanze fragen, die verschlüsselte Tipps offenbart.

Viele Rätsel stehen für unterbewusste Ängste von Alice. Bildschirmfoto aus: "Die Flüsse von Alice"
Viele Rätsel stehen für unterbewusste Ängste von Alice. Bildschirmfoto aus: „Die Flüsse von Alice“

Fazit: ein Spiel wie ein Gedicht

Keine Frage: „Die Flüsse von Alice“ ist keine Mainstream-Kost, eher ein Spiel wie ein Gedicht: poetisch, melancholisch, schön.

Autor: Heiko Weckbrodt

Werbung: Hier gibt es "Die Flüsse von Alice"

„Die Flüsse von Alice“ (Erweitere Fassung), Adventure, Entwicklung: Delirium Studios, Publizierer in Deutschland: Koch Media, PC-Fassung: zehn Euro via Steam

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

Schreibe einen Kommentar