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Helmholtz Dresden schmiedet Analyse-Allianz

Im Beschleunigerlabor "Dreams" am HZDR können die Forscher die besonders präzise Beschleuniger-Massenspektrometrie für die Datierung von Proben einsetzen. Foto: Oliver Killig für das HZDR

Beschleunigerlabor im HZDR. Foto: Oliver Killig für das HZDR

Verbund „Remade@ari“ soll kreislaufwirtschaftliche Innovationen beflügeln

Dresden, 29. August 2022. Um mehr Unternehmen den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft zu erleichtern, schmieden Dresdner Helmholtz-Forscher derzeit die Analyse-Allianz „Remade@ari“: In diesem Verbund will das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) ab dem 1. September 2022 schrittweise über 80 Institute und Einrichtungen mit einzigartigen Untersuchungsgeräten zusammenführen, die neue Produkte und Werkstoffe von der makroskopischen bis hinunter auf die atomare Ebene mit Blick auf ihre Wiederverwertbarkeit analysieren können. Das geht aus einer Mitteilung des HZDR hervor, das in diese Allianz unter anderem seine Ionenbeschleuniger, Antimaterie-Quellen und Extrem-Magnetspulen einbringt.

„Detaillierungsgrad bis zu atomarer Auflösung“

„Wir stellen Forschenden, die sich mit der Entwicklung wiederverwertbarer Materialien beschäftigen, Analyseinstrumente zur Verfügung, um die Zusammensetzung und Struktur der Materialien in hohem Detaillierungsgrad bis zu atomarer Auflösung zu untersuchen. Dafür werden verschiedenste Analysemethoden unter Nutzung von Photonen, Elektronen, Neutronen, Ionen, Positronen und stärkster Magnetfelder in geeigneter Kombination zum Einsatz kommen“, betonte Dr. Stefan Facsko, der wissenschaftliche Koordinator des Projektes. „Jeder aus der Wissenschaft aber auch aus der Industrie, der ein neues, wiederverwertbares Material entwickeln möchte, kann an uns herantreten.“

Beispiel: Ersatz für Kunststofffolien gesucht

Als Beispiel nennen die HZDR-Wissenschaftler die Plastefolien, die bisher noch in vielen Supermärkten Obst, Gemüse und Wurst ummanteln, um sie haltbarer zu machen. Diese Kunststoffe könnten künftig durch holz- beziehungsweise papierbasierte Lösungen ersetzt werden. Welcher Technologiepfad dabei der erfolgversprechendste sei, lasse sich mit Spitzen-Analysetechnik leichter als bisher erkennen.

Autor: hw

Quelle: HZDR