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Vietnamesen machen mit Dresdner Hilfe ihr Abwasser klar

Sechs vietnamesische künftige Berufsschullehrer haben am 8. Juli 2016 ihre Prüferzertifikate von der IHK Dresden bekommen. Foto: Sven Ellger
Sechs vietnamesische künftige Berufsschullehrer haben am 8. Juli 2016 ihre Prüferzertifikate von der IHK Dresden bekommen. Foto: Sven Ellger

In Sachsen geschult, sollen sie in Vietnam selbst schulen

Dresden/Ho-Chi-Minh-Stadt, 9. Juli 2016. Die ersten vietnamesischen Abwasser-Lehrer haben ihr Saubermach-Handwerk in Dresden gelernt: Sechs Vietnamesen, die künftig in ihrer Heimat selbst als Berufsschullehrer Abwasser-Spezialisten ausbilden werden, haben nun ihre Abschlusszeugnisse in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden erhalten. Das hat die Stadtentwässerung Dresden mitgeteilt, die sich an dem Projekt gemeinsam mit dem Berufsschulzentrum für Technik und Wirtschaft (BSZ) Pirna beteiligt hatte.

Pilotprojekt für reformierte Berufsausbildung in Vietnam

Das Pilotprojekt ist Teil eines Programmes, das die Berufsausbildung in Vietnam reformieren und verbessern soll. Eine Lehre zur „Fachkraft für Abwassertechnik“, wie in Deutschland üblich, gibt es in Vietnam bisher nicht.

„Die Herausforderungen einer am deutschen Beispiel orientierten Berufsausbildung sind für die Lehrkräfte nicht einfach zu bewältigen“, betonte Nguyen Thi Hang, die Leiterin der Partnerschule „Ho Chi Minh Vocational College of Technology“. Sie sei nach den bisherigen Pilotprojekt-Erfahrungen aber optimistisch, dass der schulische Transfer gelingen werde. Die nun ausgebildeten Berufsschullehrer sollen künftig nicht nur Abwasser-Fachkräfte, sondern auch andere Berufsschullehrer schulen, so dass ein Multiplikator-Effekt entsteht.

Auch in anderen Fällen arbeiten Sachsen und Südvietnamesen bereits eng zusammen. So lassen sich derzeit 16 junge Vietnamesen aus dem Großraum um Ho-Chi-Minh-Stadt in und um Dresden als Krankenpfleger nach deutschen Standard ausbilden (Der Oiger berichtete).

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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