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„Lost Winds“: Luftikus pustet sich durch Zauberwelten

In Teil 2 muss der Windjunge Toku seine Mutter finden und den Winter beenden. Abb.: Bildschirmfoto "Lost Winds 2"
In „Lost Winds 2“ muss der Windjunge Toku seine Mutter finden und den Winter beenden. Abb.: Bildschirmfoto

PC-Spiel setzt auf Sing & wirbele statt Jump & Run“

Der König kehrt jeden Moment wieder zurück und in seinem Palastgarten sieht es wie Kraut und Rüben statt Blumen aus. Wie soll der amphibische Gärtner Riveren das nur rechtzeitig schaffen? Doch er weiß, einen Weg gibt es immer, damit alles gelingt: Singen. Und so singt er Helfer herbei, steuert singend Fahrstühle und Maschinen, singt sich durch Labyrinthe und verwunschene Landschaften. Im nächsten Moment landet Riveren in einer Parallelgeschichte und in der fegt der Windjunge Toku durch das Land Mistralis, um einen Fluch zu brechen. Und diese zauberhaften Abenteuer durchspielen wir in „Lost Winds“. War diese Spielereihe mit den unorthodoxen Spielprinzipien bisher für die Wii und iPads verfügbar, hat die britische Firma „Frontier Developments“ nun beide Teile auch als PC-Version auf Steam veröffentlicht.

Dem amphibische Gärtner Riveren (r.) hilft Gesang, um seine Aufgaben zu lösen. Auslösen können wir die Lieder mit kleinen Mausklick-Symbolen über den Spielfiguren. Abb.: Bildschirmfoto "Lost Winds 2"
Dem amphibische Gärtner Riveren (r.) hilft Gesang, um seine Aufgaben zu lösen. Auslösen können wir die Lieder mit kleinen Mausklick-Symbolen über den Spielfiguren. Abb.: Bildschirmfoto „Lost Winds 2“

Toku bricht Balasars Fluch, Riveren ordnet den Königsgarten

Grafiktechnisch betrachtet, mögen diese Spiele nicht weiter außergewöhnlich sein. Ihren besonderen Charme entwickeln sie durch ihre zauberhaften Landschaften und Geschichten. In denen leiten wir mal den amphibischen Gärtner Riveren, mal den Windjungen Toku auf ihrem Weg über Wiesen, durch Höhlen, über Berge und durch Palastgärten – wobei uns gelegentlich sogar ein begrünter Steinriese hilft, wenn die Abgründe gar zu weit sind. Während Riveren alles daran setzt, den Garten des Königs in Schuss zu bringen, muss Toku einen Fluch brechen, den der böse Geist Balasar über das Land Mistralis gelegt hat.

Indirekte Spielsteuerung

Besonders an „Lost Winds“ ist aber vor allem die Steuerung der Spielfiguren: Im Grundsatz haben wir hier ein Jump’n’Run-Spiel, das aber nicht nur mit Lauf- und Sprungtasten gespielt wird. Vielmehr müssen wir – je nach aktueller Spielfigur – auch Gesänge und Windstöße einsetzen, die in der Welt um uns herum etwas auslösen, uns in die Höhe wirbeln, Felsbrocken oder gar Wasserfontänen durch die Luft schleudern. Das ist gewöhnungsbedürftig und erst mal etwas kompliziert, macht aber viel Spaß, wenn der Spieler den Dreh heraus hat.

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Fazit: charmant

Die beiden „Lost Winds“-Spiele bezirzen mit einem frischen Jump’n’Run-Ansatz und bezaubern durch ihre märchenhaften kleinen Akteure und Storys. Wer auf Highend-Grafik verzichten kann, dem wird dieses rätselorientierte Luftikus-Spiel wohl gut gefallen. Da es ohne Gewalt auskommt, ist es auch für kleine Kinder geeignet.

Autor: Heiko Weckbrodt

Lost Winds 1 und 2“ (Frontier), Variation des Prinzips “Jump & Run” für den PC, einzeln jeweils zehn Euro, beide Spiele in der „The Blossom Edition“ für 15 Euro auf Steam

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger

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