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Aufstocker besonders oft überschuldet

Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Wiesbaden, 10. Juni 2015. Indirekt vom Staat subventionierte Billigjobs führen anscheinend besonders oft in eine Schuldenfalle. Das geht aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor. Demnach waren 6,7 % der überschuldeten Besucher von Schuldenberatungsstellen in Deutschland sogenannte „Aufstocker“. Damit lag ihr Anteil doppelt so hoch wie bei „normalen“ Berufstätigen (3 %).

Insbesondere seit der Hartz-IV-Reform waren „Aufstocker“ zu einem Massenphänomen geworden. Dabei handelt es sich um Berufstätige, die durch ihre Arbeit sowenig Geld einnehmen, dass sie ergänzende Stütze zum Lebensunterhalt vom Job-Center (in manchen Fällen auch von der Arbeitsagentur) bekommen.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.