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Weniger Risikokapital für deutsche Hightech-Gründer

Euro-Münze. Abb.: Wikipedia
Abb.: Wikipedia

Hannover/Berlin, 5. März 2013: Deutsche Hochtechnologie-Firmengründer haben im internationalen Vergleich immer noch zu große Probleme, an Risikokapital heranzukommen, Das hat der Hightech-Verband „Bitkom“ am Rande der „CeBit“ in Hannover eingeschätzt. Im vergangenen Jahr habe sich die Situation sogar weiter verschlechtert: Insgesamt seien 2012 rund 240,8 Millionen Euro Venture Capital an 252 junge Unternehmen aus dem informationstechnologischen Sektor geflossen. Das entspricht 5,8 Prozent weniger Risikokapital als im Vorjahr, teilten Bitkom und der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) mit.

Verband: Deutschland bleibt hinter internationalen Standards zurück

„Gründer sind in Deutschland finanziell meist auf sich alleine gestellt“, kritisierte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. „Damit sie mit ihren guten Ideen nicht nach London oder ins Silicon Valley verschwinden, müssen wir solche extrem risikoreichen Frühinvestments steuerlich so attraktiv machen, wie es irgend geht, und die Rahmenbedingungen für Start-ups verbessern.“ Auch BVK-Vorstands-Chef Matthias Kues schätzte ein: „Leider bleiben die Rahmenbedingungen in Deutschland hinter den internationalen Standards zurück, was die Entwicklung des hiesigen Venture Capital-Marktes behindert und sein Potenzial, junge wachstumsstarke Hightech-Unternehmen zu finanzieren.“ Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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