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Taiwans LED-Primus Epistar steigt auf Galliumnitrid-Wafer aus Dresden um

Gallium-Nitrid-beschichteter Wafer. Abb.: Azzurro

Gallium-Nitrid-beschichteter Wafer. Abb.: Azzurro

Dresden/Hsinchu, 11. Oktoer 2012: Taiwans größer Hersteller von Leuchdioden (LEDs) ist von Spahir-Glas auf Spezial-Wafer der Dresdner Firma “Azzurro” umgestiegen, die mit Gallium-Nitrid beschichtet sind. Wie Azzurro mitteilte, sei der Umstieg in einer Rekordzeit von nur 16 Wochen gelungen. Von der Gallium-Nitrid-Technik erhofft sich Epistar deutlich leistungsfähige LEDs als in Silizium-Bauweise.

Für die noch relativ kleine Firma “Azzurro” ist dies eine wichtige Referenz, um zu beweisen, dass ihre GaN-beschichteten Siliziumscheiben mit 150 Millimetern Durchmesser das Zeug für eine Massenproduktion haben.Im Vergleich zu Silizium verträgt die Gallium-Stickstoff-Verbindung stärkere Ströme und ist damit zum Beispiel für blaue LEDs und Leistungshalbleiter besonders gut geeinget.

Das reine GaN-Wafer auf absehbare Zeit noch nicht massenhaft zur Verfügung stehen, hatten Forscher der Uni Magdeburg als eine Art “Brückentechnologie” eine besonders flache GaN-Beschichtungstechnologie für Siliziumscheiben (Wafer) etwickelt. Aus diesem Projekt entstand 2003 die Firma “Azzurro”, die seit diesem Jahr eine Volumen-Fabrik in Dresden hochzieht (Der Oiger berichtete). Bisher hat das Unternehmen dafür knapp 60 Mitarbeiter eingestellt. Wenn sich die Technologie durchsetzt, will Azzurro weiter ausbauen. Heiko Weckbrodt

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