Astrophysik & RaumfahrtForschungNews

Mond schrumpft vor sich hin

Aus 15.000 Einzelfotos von der LRO-Sonde wurde dieses Mond-Foto zusammengesetzt. Abb.: NASA
Aus 15.000 Einzelfotos von der LRO-Sonde wurde dieses Mond-Foto zusammengesetzt. Abb.: NASA

Mond, 20.2.2012: Was haben der Mond und ein Luftballon gemeinsam? Beide schrumpfen. „Wir denken, dass sich der Mond in einer Phase globaler Kontraktion befindet, da sich sein immer noch heißer Kern abkühlt“, schätzte Thomas Watters vom „Center for Earth and Planetary Studies“ am „Smithsonian’s National Air and Space Museum“ in Washington ein. Dabei stützt er sich aber neue Bilder, die jetzt das  NASA-Raumschiff „Lunar Reconnaissance Orbiter“ (LRO) zur Erde gesendet hat.

 

Aus den Aufnahmen geht unter anderem hervor, dass der Mond erst kürzlich noch geologisch aktiv war und Gräben und Berge nach Art der Alpen „faltete“. Dabei ist „kürzlich“ allerdings relativ nach kosmischen Maßstäben zu verstehen: Vor weniger als 50 Millionen Jahren, was im Vergleich zum Alter unseres Erdtrabanten – etwa 4,5 Milliarden Jahre – eben nur ein Klacks ist. Heiko Weckbrodt

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

Schreibe einen Kommentar