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Qumran-Rollen vom Toten Meer im Internet

Die Isaiah-Rolle aus der Qumran-Sammlung. Abb.: Google/ Israel Museum
Die Isaiah-Rolle aus der Qumran-Sammlung. Abb.: Google/ Israel Museum

Jerusalem, 27.9.2011: „Die Vision des Isaiah, Sohn von Amoz…“ – das sind die ersten Worte der sogenannten „Großen Isaiah-Rolle“, die zu den „Qumran“-Pergamenten gehört. Und diese legendenumwitterten Dokumente, die ein Licht der jüdischen Glaubenswelt in der Zeit des aufkommenden frühen Christentums werfen, sind nun im Internet abrufbar.

Google hatte die Rollen im Auftrag des „Israel Museums Jerusalem“ digitalisiert, das die Schriften nun Online gestellt hat. Sie sind im hebräischen Original abrufbar, per Klick auf die einzelnen Verse öffnet sich eine englische Übersetzung.

 

Die „Qumran“-Rollen wurden in der Nachkriegszeit in Felesenhöhlen am Toten Meer gefunden. Sie befeuerten Spekulationen, nun müsse die Geschichte von Jesus von Nazareth und des Christentums neu geschrieben werden. Die Deutung der Pergamente, die vermutlich aus der Zeit zwischen 250 vor unserer Zeitrechnung (v. u. Z.) und dem Jahr 40 u. Z. verfasst wurden, ist aber bis heute umstritten.

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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