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Zu wenig Fotos: CEWE Color schließt Dresdner Labor

CEWE Color - hier ein Blick auf eine Digitalfoto-Druckstrecke - ist einer der größten Fotoentwickler Deutschlands. Abb.: CEWE

CEWE Color macht sein Dresdner Labor dicht. Foto: CEWE

Mitarbeiter können zu Online-Druckerei „Saxoprint“ wechseln – und die wächst

Dresden, 16. Januar 2013: Weil das Geschäft mit Fotoentwicklungen stagniert, der Markt für Online-Druckereien hingegen wächst, schließt CEWE Color sein Fotolabor in Dresden-Klotzsche. Die 85 Beschäftigten sollen aber in die Dresdner Online-Druckerei „Saxoprint“ wechseln können, die CEWE vor einem Jahr übernommen hatte und die sich als Wachstumsmotor erwiesen hat. Das hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Oldenburg heute angekündigt.

Aufträge werden teils nach Polen umgeleitet

„Im Fotosegment stagnieren wir eher, die Mengen gehen zurück“, erklärte CEWE-Sprecher Axel Weber die Entscheidung. Zudem sei das Dresdner Foto-Entwicklungslabor der kleinste aller Standorte gewesen. Daher habe man sich aus Effizienzgründen entschlossen, die Dresdner Aktivitäten bei Saxoprint zu bündeln. Die bisher bei CEWE Dresden abgewickelten Aufträge sollen an die anderen vier CEWE-Standorte sowie das Labor im polnischen Kozle umgeleitet werden.

Derzeit sei man noch in Verhandlungen mit dem Betriebsrat über das Abwicklungs-Procedere, betonte Weber. Das Labor werde voraussichtlich bis zum 30. April schließen.

Online-Druck steigert Umsatz auf über 40 Millionen Euro – Saxoprint stellt ein

Drucker Otto Golling begutachtet einen Bogen an der neuen Offset-Druckmaschine von Saxoprint in Dresden. Abb.: hw

Blick in die Offset-Druckerei von Saxoprint Dresden. Hier begutachtet Drucker Otto Golling begutachtet einen Bogen an der neuen Offset-Druckmaschine. Archivfoto: hw

Immerhin ist das Angebot, in einen anderen CEWE-Betriebsteil zu wechseln, mehr als nur eine Alibi-Offerte: Die Saxoprint-Druckerei liegt auf der anderen Elbseite in Gruna, insofern ist ein Wechsel für die Labor-Mitarbeiter durchaus attraktiv. Denn Saxoprint hat seine Umsätze stark gesteigert und stellt angesichts der Wachstumserwartungen weiter ein. So stieg der Saxoprint-Umsatz von 2011 zu 2012 von 31 auf über 40 Millionen Euro. Für das Jahr 2014 visiert das Unternehmen etwa 100 Millionen Euro an. Derzeit sind in der digitalen Offset-Druckerei rund 400 Mitarbeiter (Vorjahr: 370) beschäftigt, bis 2016 sollen 100 bis 200 neue Jobs entstehen.

Zum Hintergrund: Cewe Dresden hatte zwar auf den Rückgang der Analogfotografie reagiert und seine Anlagen auf Digitaldurck umgestellt und auch Fotobücher und andere Sonderprodukte ins Programm genommen. Doch für den Massendruck, wie er bei Saxoprint boomt, sind die Maschinen nicht geeignet. Die Online-Druckereien wiederum nehmen durch schnelle Auftragsabwicklung und günstige Preise den klassischen Druckereien immer mehr Aufträge im unteren und mittleren Segment – inklusive Firmenorders – ab. Unmittelbar vor der Übernahme hatte Saxoprint erst zwölf Millionen Euro in eine moderne Offset-Druckstraße investiert. Weitere Investitionen sollen in diesem Jahr folgen.

CEWE legt auf halbe Milliarden Euro zu

Insgesamt wächst CEWE Color kräftig: Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit seinen rund 3100 Mitarbeitern erstmals über eine halbe Milliarde Euro um (2011: 469 Millionen Euro). Derr Vorsteuer-Gewinn (EBIT) stieg laut vorläufiger Berechnung auf 27 bs 33 Millionen Euro. Heiko Weckbrodt

2 Kommentare

  1. Cewe023 sagt

    Saxoprint:
    Pro: es gibt kein Pro!
    Contra: schlecht bezahlt, Mindesturlaub, der auch für Meharbeit am Samstag reichen soll und für gesetzliche Feiertage. Hast du kein Leben? Dann komm zu Saxoprint.

  2. cewe123 sagt

    eine Alternative? Wer arbeitet schon gerne fuer die Haelfte vom bisherigen Gehalt…schwere koerperliche Arbeit, moderne Sklaverei im 3 Schicht Betrieb.
    Hier wird nur Offsetdruck gemacht und weiterverarbeitet, das Angebot soll nur die Wogen glaetten, die schlagen naemlich hoch!!!

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