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EU leitet Anti-Dumping-Untersuchung gegen chinesische Solarindustrie ein

Prestigeträchtige Großprojekte: Sunstrom installierte zum Beispiel das Solardach für die BMW-Welt in München. Abb.: Sunstrom
Abb.: Sunstrom

Brüssel/Bonn, 6. September 2012: Die Europäische Kommission hat auf die Klage der europäischen Solarwirtschaft reagiert und leitet eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen Chinas Photovoltaik-Exporte ein. Das teilte die Solarworld AG mit und begrüßte die Entscheidung – das Bonner Unternehmen steckt als treibende Kraft hinter der klagenden Lobby-Initiative „EU ProSun“.

Die US-Tochter von Solarworld hatte zuvor bereits in den Vereinigsten Staaten vorläufige Strafzölle gegen Chinas Solarexporte erreicht (Wir berichteten). Diesseits und jenseits des großen Teichs argumentiert die westliche PV-Industrie, China stützte durch Export-Subventionen, Krediterleichterungen und andere Hilfen die eigene Solarwirtschaft, die mittlerweile in Europa und den USA Marktführer geworden ist.

Die EU habe nun neun Monate Zeit, über vorläufige Anti-Dumping-Zölle zu entscheiden, hieß es von Solarworld. hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

Heiko Weckbrodt hat Geschichte studiert, arbeitet jetzt in Dresden als Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist und ist Chefredakteur und Admin des Nachrichtenportals Oiger. Er ist auch auf Facebook, Twitter und Google+ zu finden.

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