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Bundesamt rät zum Test auf „DNS Changer“-Befall

Abb.: Luc Alquie/Wikipedia

Wiesbaden, 11.1.2012: Das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) rät allen deutschen PC-Besitzern, ihren Computer auf der speziell dafür eingerichteten Seite dns-ok.de auf einen Schädlingsbefall zu überprüfen. Denn wem Internetkriminelle im vergangenen Jahr unbemerkt ein falsches Online-Adressbuch („DNS Changer“) untergejubelt haben, kann möglicherweise ab dem 8. März überhaupt nicht mehr ins Internet gehen. Das teilte das BSI heute in einer offiziellen Warnmeldung mit.

Hintergrund: Das FBI hatte im November 2011 ein Botnetz stillgelegt, das sich darauf spezialisiert hatte, Computer mit einem Umleitungsprogramm zu infizieren. Dieser „DNS Changer“ wandelte im Hintergrund von den nichtsahnenden Nutzern angewählte Netzadressen in IP-Kennungen um, die den Surfer auf Computer leitete, die von den Kriminellen betrieben wurden. Nach der Verhaftungsaktion legte das FBI diese Rechner nicht sofort still, da dann alle infizierten Rechner weltweit mit einem Schlag vom Internet getrennt worden wären: Alle Adresseingaben auf diesen PCs wären dann ins Leere gelaufen.

Am 8. März will die US-Bundspolizei die beschlagnahmten Rechner aber endgültig stilllegen. Daher haben das deutsche BSI, die Telekom und das Bundeskriminalamt die erwähnte Prüfseite eingerichtet: Wer sie anwählt und eine grüne Statusmeldung erhält, ist aus dem Schneider, kommt eine rote Warnmeldung, werden Ratschläge zur Abhilfe geliefert. Laut FBI-Schätzungen sind in Deutschland täglich 33.000 Rechner betroffen. Heiko Weckbrodt

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