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NXP-Manager Rutger Wijburg wird Chef von Globalfoundries Dresden

Rutger Wijburg. Abb.: GF

Rutger Wijburg. Abb.: GF

Dresden, 26.8.2011: Nach Apple und AMD heute nun der dritte wichtige Chefwechsel binnen zwei Tagen: Der Niederländer Rutger Wijburg wird ab Herbst neuer Chef von Globalfoundries (GF) Dresden sein. Der 49-Jährige war vorher bei NXP Semiconductors tätig und beerbt Elke Eckstein, die vor einem Monat überraschend das Unternehmen verlassen hatte.

Wijburg wird das Dresdner „Halbleiterwerk 1″ von Globalfoundries (die ehemaligen AMD-Werke) mit über 3200 Mitarbeitern ab Oktober als General-Manager und Vizepräsident führen. Er soll dem Leiter der weltweiten 300-Millimeter-Fertigung, Kay Chai Ang, berichtpflichtig sein, der die Geschäfte in Dresden zuletzt interimsweise geführt hatte, teilte Globalfoundries heute mit.

„Wijburg kann eine stattliche Erfolgsbilanz vorweisen, insbesondere bei der Umsetzung von Projekten im Entwicklungs- und Fertigungsbereich. Er bringt außerdem einen weiteren Mehrwert für uns, da er die Perspektive des Kunden kennt“, erklärte Globalfoundries-Konzernchef Ajit Manocha.

Wijburg ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Neben Deutsch und Holländisch spricht er Englisch und Französisch. Er hatte bei NXP – der früheren Halbleitersparte von Philips – zuletzt mittlere und führende Positionen im Management inne gehabt und mehrere Halbleiterwerke in Europa, Asien und den USA geleitet, hieß es von GF.

In Dresden erwartet ihn ein heißer Stuhl: In relativ kurzer Folge hatte es dort mehrere abrupte Chefwechsel gegeben (Der Oiger berichtete). Er tritt sein Amt in einer zwei Milliarden Euro teuren Ausbauphase an, durch die das Dresdner Werk zur größten und modernsten Chipfabrik Europas mit 80.000 Waferstarts pro Monat werden soll. GF Dresden steht als Leitwerk dabei unter großem Druck, da die Einkünfte des Konzerns aus der Auftragsfertigung für AMD derzeit stark von der Ausbeute in Dresden abhängen.

 

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