Alle Artikel mit dem Schlagwort: Troll

Etwa jeder achte Internetnutzer fürchtet sich vor Beleidigungen im Netz. Abb.: Heiko Weckbrodt

Shitstorm, Stinkefinger und Hassgesang

TU Dresden erforscht Beleidigungen von der Antike bis heute Dresden, 26. Mai 2017. Die „Shitstorms“ (Scheiße-Stürme) im Internet erscheinen uns oft als der Gipfel unflätiger Beleidigungs-Unkultur. Doch schon die alten Römer beharkten sich verbal sehr deftig: Raffiniert-beleidigend im Senat ebenso wie in vulgären Zurufen in den Armen-Gassen oder zotigen Graffiti an Tavernen und Bordellen.

Grafik: hw

Online-Medien müssen gegen Trolle einschreiten

Presserat: Redaktionen für Ethikverstöße in Nutzerkommentaren verantwortlich Berlin, 13. März 2015: Online-Redaktionen müssen dafür sorgen, dass Nutzerkommentare auf ihren Internetseiten nicht gegen Presserecht und journalistische Ethik verstoßen, sprich: Sie sind verpflichtet, zum Beispiel beleidigende Kommentare von Online-Trollen zeitnah sperren. Das hat der Deutsche Presserat in einer Novelle seiner Richtlinien für Journalisten gefordert.

Kommentar: Keine Angst vor der Trollwiese Internet!

Man kann es leider gar nicht anders sagen: Als das Internet Ende der 1990er zum Massenphänomen wurde, starb auch die Netz-Etikette (Netiquette) weitgehend aus. Trolle krochen aus ihren Löchern und motzten auf ihrer neuen elektronischen Spielwiese, was das Zeug hält, verwandten die (Halb-)Anonymität des Internets, um all jene Beleidigungen herauszuschreien, die sie sich im realen Leben, Aug in Aug, ihrem Gegenüber niemals zu sagen wagten. Die legasthenischen Motz-Wettbewerbe in manchen Foren sprechen da Bände.

Richter stecken Internet-Troll ins Gefängnis

London, 15.9.2011: Ein britisches Gericht hat streng gegen einen “Internet-Troll” durchgegriffen: Die Richter verurteilten einen 25-Jährigen, der sich im Internet über getötete Teenager und deren Eltern lustig gemacht hatte, zu viereinhalb Monaten Gefängnis. Außerdem verhängte das Gericht eine fünfjährige Sperre, während der der Mann keine “sozialen Netzwerke” wie Facebook, Twitter oder Facebook benutzen darf. Das berichten der britische Guardian und Heise Online.