Alle Artikel mit dem Schlagwort: SS

Umschlag von "Transatlantik". Abb.: Piper-Verlag

Krimi „Transatlantik“: Im Visier von SS und Rache-Gangster

Volker Kutscher spinnt im 9. Babylon-Berlin-Krimi transkontinentale Intrigen Um den SS-Schergen zu entgehen, die ihn jagen, steigt der verfemte Kommissar Gereon Rath in den Zeppelin „Hindenburg“- nicht ahnend, in welch feurige Gefahr er sich damit begibt. Unterdessen baut an seinem Ziel in den USA ein alter Kontrahent mit Chemie-Knowhow aus Deutschland ein neues Heroin-Imperium auf. Derweil stolpert Gereons scheinverwitwete Charlotte mitten in ein mörderisches Intrigenspiel von Sicherheitsdienst und einem rachsüchtigen Gangsterboss – und ermittelt dem ermordeten Ex-Geliebten ihrer verschwundenen Freundin Greta hinterher… Der geneigte „Babylon Berlin“-Freund ahnt es schon: Krimiautor Volker Kutscher hat fleißig in die Tasten gegriffen und nun mit „Transatlantik“ seinen neunten Gereon-Rath-Roman vorgelegt.

Dr. Anna Artwinska ist Juniorprofessorin am Institut für Slavistik der Universität Leipzig. Foto: Christian Hüller für die Universität Leipzig

Warschauer Aufstand polarisiert bis heute

War das erfolglose Anrennen gegen die gut bewaffneten deutschen Besatzer vor 75 Jahren wirklich sinnvoll, fragen sich auch viele Polen Leipzig/Warschau, 27. Juli 2019. Der Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer im August 1944, den vor allem die SS blutig niederschlug, gehört fest zum heutigen Selbstverständnis und zum geschichtlichen Kanon des heutigen Polens. Gleichzeitig ist dieses Ereignis aber auch umstritten. Darauf hat Dr. Anna Artwinska hingewiesen – sie ist Juniorprofessorin für westslawische Literaturen und Kulturen an der Universität Leipzig.

Der Abspritzer und die Devote treffen sich "Im Keller" - Passionen, die beide nur unterirdisch, im Geheimen ausleben. Foto: Stadtkino Filmverleih

DVD „Im Keller“: Sexsklaven, Nazi-Fans, Waffennarren

Doku über das geheime Kellerleben in Österreich Ein österreichischer Möchtegern-Westernheld hält sich für einen begnadeten Sänger und schmettert laut und falsch Arien in einem unterirdischen Schießstand. Ein behaarter Dicker putzt nackt die Wohnung und wird dann von seiner Domina als Ehe-Sklave im Sexkeller gefoltert. Ein ergrauter Hobbymusiker bläst in seinem Kellerkabinett ins Horn – gleich neben Führer-Porträt, Hakenkreuz-geschmückten SS-Puppen und Naziordensammlung. Im Alltag, da oben, geben sie sich als ganz normale Menschen, „Im Keller“ offenbaren sie ihre bizarren Seiten – und die hat Ulrich Seidl in seinem gleichnamigen Dokumentarfilm eingefangen. Der ist nun auf DVD erschienen und zeigt dunkle Abgründe hinter Biedermann-Fassaden.